Tumpel über Karibik-Geschäfte

Der BAWAG-Prozess hat am Mittwoch, am 33. Verhandlungstag, mit der Einvernahme von Arbeiterkammer (AK)-Chef Herbert Tumpel begonnen.

Tumpel, Präsident der Wiener Arbeiterkammer und der Bundesarbeiterkammer, war vor seiner AK-Funktion Aufsichtsratspräsident der BAWAG. Tumpel wurde 1988 in den Aufsichtsrat der damaligen Gewerkschaftsbank gewählt und war von 1989 bis Anfang 1997 Präsident des BAWAG-Aufsichtsrats. Tumpel ist mit der früheren Nationalbank-Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell verheiratet, die am Montag als Zeugin im Prozess befragt wurde.

Die Zeugeneinvernahme begann mit der Befragung zu den „Karibik 1“-Geschäften der BAWAG mit Wolfgang Flöttl bis zum Jahr 1994. Anfangs sei ihm nicht bewusst gewesen, dass es sich dabei um Geschäfte der Bank, die damals von Generaldirektor Walter Flöttl geführt wurde, mit dessen Sohn Wolfgang Flöttl gehandelt habe. Als er dies erfahren habe, habe er Walter Flöttl gebeten, dies dem ganzen Aufsichtsrat mitzuteilen, dies sei dann auch geschehen, führte Tumpel aus. Als Konsequenz seien Meldepflichten für den Vorstand eingeführt worden.

Anschließend wird der frühere BAWAG-Aufsichtsrat und Metallergewerkschaftschef Erich Foglar befragt. Weiters am Mittwoch in den Zeugenstand geladen: Ex-BAWAG-Aufsichtsrat Eduard Aschenbrenner von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Brigitte Jakubovits, vom Betriebsrat entsandte BAWAG-Aufsichtsrätin, sowie Josef Cerny, pensionierter Direktor der Arbeiterkammer Wien und ehemaliger BAWAG-Aufsichtsrat.

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