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Türkischer Einmarsch in Nordsyrien für Kurz "fatal"

Sebastian Kurz verurteilt den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien scharf.
Sebastian Kurz verurteilt den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien scharf. ©APA/AFP/JOE KLAMAR
"Die Menschen vor Ort sind die Leidtragenden. Aber auch wir in Europa werden dann gefordert sein, von den Konsequenzen, von neuen Flüchtlingsströmen", so Sebastian Kurz im Interview.

ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien scharf verurteilt. "Ich halte das für absolut falsch. Ich verurteile das. Ich hoffe sehr auf eine starke Reaktion der internationalen Gemeinschaft", erklärte er in einem Interview mit der "Presse" und der "Kleinen Zeitung" (Sonntagsausgaben).

Kurz verurteilte türkischen Einmarsch in Nordsyrien

Auch die Europäische Union dürfe da nicht einfach zusehen, betonte der Ex-Kanzler. "Die Menschen vor Ort sind die Leidtragenden. Aber auch wir in Europa werden dann gefordert sein, von den Konsequenzen, von neuen Flüchtlingsströmen. Ich halte das wirklich für fatal, was da gerade geschieht", so Kurz.

Auf die Frage, ob er glaube, dass US-Präsident Donald Trump durch den Abzug von US-Truppen aus dem Gebiet einen Fehler gemacht habe, antwortete Kurz, er glaube nicht, dass es jetzt richtig wäre, sich auf Trump zu stürzen. "Derjenige, auf den Druck aufgebaut werden muss, sitzt in der Türkei und hat einen Namen: (Präsident Recep Tayyip) Erdogan", meinte der mit Gesprächen zur Bildung einer neuen Bundesregierung beauftragte ÖVP-Chef.

"Wer sich von Erdogan erpressen lässt, der ist verloren"

Zur Drohung Erdogans, das Flüchtlingsabkommen zu kündigen und die Schleusen zu öffnen, sagte Kurz: "Wer sich erpressbar macht, der ist erpressbar. Wer sich von Erdogan erpressen lässt, der ist verloren." Die Türkei sei ein Land, das kein funktionierendes demokratisches System habe, wo Andersdenkende unterdrückt würden, wo offen mit Drohungen in Richtung der EU gearbeitet werde.

"Jetzt marschiert dieses Land sogar noch in Syrien ein. Und wir als EU führen noch immer Beitrittsverhandlungen!", kritisierte Kurz. Es sei dringend an der Zeit, nicht nur die Rhetorik gegenüber der Türkei zu ändern, sondern den Worten auch Taten folgen zu lassen. Und massiven Druck aufzubauen.

(APA/Red)

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