Türkische Armee tötete fünf IS-Kämpfer an Grenze zu Syrien

Die türkische Armee hat nach Medienberichten bei einem Schusswechsel mit Kämpfern des Islamischen Staates (IS) an der Grenze zu Syrien fünf Jihadisten getötet. Die IS-Mitglieder hätten von einem Pickup-Fahrzeug vom syrischen Staatsgebiet aus das Feuer auf Soldaten auf der türkischen Seite der Grenze bei Karkamis am Euphrat eröffnet, berichtete die Zeitung "Hürriyet" am Freitag.


Türkische Panzer und Artillerie hätten das Feuer erwidert. Bei dem Schusswechsel am Donnerstagnachmittag seien die fünf IS-Kämpfer auf dem Pickup getötet worden. Es war mindestens der zweite Zwischenfall in diesem Monat, bei dem türkische Soldaten den IS in Syrien ins Visier nahmen.

Nach dem Selbstmordanschlag von Istanbul am 12. Jänner, bei dem elf deutsche Touristen getötet wurden, hatte die türkische Artillerie an der Grenze laut Regierungsangaben ebenfalls Stellungen der Jihadisten-Miliz in Syrien unter Beschuss genommen.

Ankara vermutet den IS hinter mehreren Bombenanschlägen in der Türkei, bei denen seit dem vergangenen Frühsommer rund 150 Menschen getötet wurden. Nach Presseberichten stießen die Sicherheitsbehörden bei ihren Ermittlungen auf Computerdateien von IS-Anhängern, aus denen hervor geht, dass die radikalen Islamisten insgesamt 26 mögliche Anschlagsziele in der Türkei ausspioniert hatten. Durch den Fund hätten einige Anschläge verhindert werden können.

Kritiker werfen der türkischen Regierung vor, IS-Aktivitäten im Grenzgebiet lange toleriert und den Extremisten damit die Gelegenheit gegeben zu haben, in der Türkei mehrere Terrorzellen zu bilden. Ankara weist die Vorwürfe zurück.

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