Türkei baute laut Sicherheitssprecher Pilz weltweites Bespitzelungs-Netzwerk

Der Grüne Sicherheitssprecher erhebt schwere Vorwürfe gegen die Türkei
Der Grüne Sicherheitssprecher erhebt schwere Vorwürfe gegen die Türkei ©AP
Der Grüne Sicherheitssprechers Peter Pilz erhebt schwere Vorwürfe gegen den türkische Geheimdienst MIT, welcher angeblich ein weitreichendes Netzwerk zur Bespitzelung von Regierungskritikern aufgebaut haben soll.

Er beruft sich dabei auf Botschafts-Dokumente einer türkischen Quelle, die Unterlagen liegen auch der Nachrichtenagentur Reuters vor. In mehr als 30 Staaten sollen Informationen von Vereinen der Gülen-Bewegung gesammelt worden sein, wie Pilz dem “Kurier” schilderte.

Pilz: Türkischer Geheimdienst baute Netzwerk der Bespitzelung auf

Die Echtheit der Papiere konnte allerdings nicht geprüft werden. In den Berichten sollen Diplomaten angewiesen worden sind “detaillierte Berichte” über Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten sowie Kultur- und Studentenvereinen, die im Zusammenhang mit der Gülen-Bewegung stehen sollen, zu sammeln. Dabei sollen auch Namen genannt werden, die mit der Bewegung sympathisieren oder mit Sympathisanten verwandt sind.

Kreis der Betroffenen “recht groß”

Gegenüber dem “Kurier” erklärte Pilz, der türkische Geheimdienst MIT habe bei seinem Vorgehen um Unterstützung beim österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) angesucht. Wie viele Menschen insgesamt bespitzelt worden seien, lasse sich aus den Dokumenten allerdings nicht ablesen. Pilz geht davon aus, dass der Kreis der Betroffenen “recht groß” sei. Neben vielen europäischen Ländern, finden sich in den Dokumenten auch Informationen von Botschaften in Asien, Afrika und Australien. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom vergangenen Juli verantwortlich.

(APA/Red.)

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