Tsipras in Wien: Sympathiekundgebung im Schnee am Ballhausplatz

Solidaritäts-Kundgebung mit den Menschen in Griechenland am Ballhausplatz.
Solidaritäts-Kundgebung mit den Menschen in Griechenland am Ballhausplatz. ©APA
Sie harrten aus: Etwa hundert Sympathisanten des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras haben am Montag dem schweren Schneetreiben getrotzt und sich auf dem Ballhausplatz versammelt, um Tsipras willkommen zu heißen.
Tsipras trifft auf Faymann
SPÖ und ÖVP weitgehend einig
Warmer Empfang in Wien

Sie hoffen, dass Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sich gegenüber den griechischen Hoffnungen auf Entschuldung offen zeigt und auch auf Deutschland einwirkt.

“Der Merkel-Block in Europa beginnt zu wanken”, sagte Organisator Martin Konecn. Bei der Kundgebung versammelten sich Vertreter der KPÖ, der Sozialistischen Jugend und weiterer Gruppen.

ÖVP kritisiert SPÖ vor Treffen mit Tsipras

ÖVP-Politiker nehmen vor dem Treffen von Kanzler Faymann mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras den Koalitionspartner unter Beschuss. “Die Zustimmung der SPÖ zu den Forderungen der linksextremen griechischen Syriza ist unverantwortlich gegenüber österreichischen Steuerzahlern und eine Schwächung der EU als Rechtsgemeinschaft”, heißt am Montag im ÖVP-Europanewsletter.

Faymann hatte sich am Wochenende erneut für ein Entgegenkommen Europas im Schuldenstreit mit Griechenland ausgesprochen. Zustimmung zu dieser Linie gab es in der ORF-Sendung “Im Zentrum” am Sonntagabend auch von VP-Klubchef Reinhold Lopatka.

“Kniefall vor linkspopulistischen Schuldenmachern”

In der Volkspartei stoßen einigen die Sympathiebekundungen von Politikern der SPÖ und der Grünen für die linke Regierungspartei Syriza in Griechenland aber offenbar sauer auf. “Der SPÖ-Applaus für die Syriza-Regierung mit den Unabhängigen Griechen ist unappetitlich, macht Populisten salonfähig und schwächt die Europäische Union als Rechts- und Wertegemeinschaft”, heißt es im ÖVP-Newsletter, der von den EU-Abgeordneten Othmar Karas und Elisabeth Köstinger gezeichnet ist.

Auch die ÖVP-Bundespartei stimmt dem Kurs zu. “Werner Faymanns Suche nach internationaler Anerkennung wird immer peinlicher und zum Risiko für die heimischen Steuerzahler”, sagte Generalsekretär Gernot Blümel, in der er den angeblichen “Kniefall vor den linkspopulistischen Schuldenmachern” durch die SPÖ kritisierte.

Tsipras trifft auf Faymann: Eindrücke

(APA)

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