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Tschechien: Entwurf ist "unverständlicher Text"

Nach Auffassung des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Havel sollte der Entwurf zur EU-Verfassung Dokument "viel kürzer, klarer und einfacher sein".

Die zur Zeit diskutierte Vorlage sei ein „unverständlicher, langer, redseliger und verworrener Text“, meinte Havel in einem Interview mit der tschechischen Tageszeitung „Pravo“ (Samstag-Ausgabe). Prinzipiell begrüßte Havel aber die Tatsache, dass ein Entwurf der EU-Verfassung vorhanden ist.

„Je mehr Leute es schreiben, desto schlimmer ist das Ergebnis. Dies haben Dutzende Leute geschrieben und das Ergebnis ist ein verworrenes Gesudel“, sagte Havel weiters. Auf jeden Fall sei es aber gut, dass es den Entwurf überhaupt gebe. Es sei ein Schritt nach vorne. Sobald aber diese Verfassung angenommen worden sei, werde es aber nötig sein, daran weiter zu arbeiten, sie zu vereinfachen und bis auf ein Zehntel des bisherigen Ausmaßes zu kürzen. Dann könne man einen Text haben, den die Kinderin der Schule lernen könnten und den alle verstünden.

Auf eine Frage, ob Tschechien sich jenen Ländern anschließen sollte, die um die Vertiefung der Integration der EU bemüht seien, antwortete Havel, es sei nicht richtig, sich um jeden Preis in traditionelle Kategorien wie Föderation oder Konföderation zu drängen. Ob es zu einer Föderation kommen werde, sei die Sache einer öffentlichen Debatte, die nicht nur die Politiker sondern vor allem die Bürger führen sollten. Der Prozess in Richtung einer engeren Zusammenarbeit innerhalb der EU sollte aber fortgesetzt werden, meinte Havel.

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