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Truppen am Golf praktisch einsatzbereit

Kuwait gilt als wichtigstes Aufmarschgebiet für die US-Invasion im Irak. Zehntausende US-amerikanische und britische Soldaten sind inzwischen in dem Emirat stationiert.


Unzählige Militärkonvois verstopfen die Straßen. Der gesamte Norden Kuwaits an der Grenze zum Irak ist zum Sperrgebiet erklärt worden. Diesem Treiben und der Meinung vieler Soldaten nach zu schließen ist der Aufmarsch praktisch abgeschlossen.

„Wir haben genug von allem getan, jetzt verstärken wir bloß noch“, erklärt Oberstabsfeldwebel Larry Stevens vom 6. Transportbataillon. „Wenn der Oberbefehlshaber den Befehl gibt, müssen wir auf nichts mehr warten.“ Rund 113.000 US-Soldaten sind nach offiziellen Angaben bereits am Persisch-Arabischen Golf stationiert. Bis zum kommenden Wochenende soll der US-Truppenaufmarsch die Zahl von 150.000 erreicht haben – genug, um wenigstens die erste Phase einer Invasion in Angriff zu nehmen. Großbritannien entbietet insgesamt 35.000 Mann, darunter ein Viertel seiner Heeresstreitmacht und sein größtes Flottenaufgebot seit zwei Jahrzehnten.

„Tag für Tag wird die Sache hier gewaltig größer“, berichtet Oberstleutnant Jeffrey Helmick, Kommandant des 6. Transportbataillons, das dabei hilft, die Unmengen von Versorgungsgütern von den kuwaitischen Häfen bis zu den Lagern in der Nähe der irakischen Grenze zu befördern. „Wir platzen aus allen Nähten.“ Die alliierten Soldaten treffen normalerweise an Bord von Frachtmaschinen oder eigens von den Streitkräften gecharterten Passagierflugzeugen in Kuwait ein. Die Weiterreise der Neuankömmlinge in die jeweiligen Camps erfolgt in zivilen Bussen mit zugezogenen Vorhängen – damit eventuelle Terroristen nicht in das Innere der Fahrzeuge schauen können.

Die kuwaitische Führung ist den USA noch immer dankbar für die Vertreibung der irakischen Invasoren im Golfkrieg von 1991. So sind die alliierten Soldaten auch diesmal in dem Emirat willkommen geheißen worden, obwohl sich Kuwait offiziell gegen einen Irak-Krieg ohne Genehmigung der Vereinten Nationen ausspricht. Die Kuwaiter sind in ihrer Mehrheit pro-amerikanisch eingestellt – eine Seltenheit in der moslemischen Welt. Seit Oktober hat es drei schwere Anschläge gegen US-Einrichtungen gegeben, bei denen zwei Amerikaner getötet wurden. „Wir sind hier jeden Tag in Gefahr“, erzählt Oberleutnant Sarah Groen, die einen der Militärkonvois von der Küste zum Landesinneren kommandiert.

In der Kabine eines der Lastwagen des gleichen Konvois fragen unterdessen zwei neu eingetroffene Unteroffiziere den Militärpfarrer Craig Johnson, wie lange es wohl dauern wird, bis sie wieder daheim sind. „Stellt euch mal auf etwa ein Jahr ein“, antwortet der Geistliche im Rang eines Hauptmanns. Denn selbst wenn der Krieg schnell zu Ende gehe, gebe es danach noch zahlreiche humanitäre Missionen und andere Pflichten im Irak zu erfüllen.

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