Trotz Omikron-Verdachtsfällen: Keine Schließung von Wiener Gymnasium

Drei Klassen des Wiener Piaristengymnasiums sind momentan in Quarantäne.
Drei Klassen des Wiener Piaristengymnasiums sind momentan in Quarantäne. ©APA/HANS PUNZ (Symbolbild)
Unterricht nach Stundenplan geht am Wiener Piaristengmynasium in Wien-Josefstadt grundsätzlich weiter über die Bühne - und das trotz drei Omikron-Verdachtsfällen.
Drei Verdachtsfälle in Wiener Gymnasium

Das hat Bildungsdirektor Heinrich Himmer am Donnerstag gegenüber der APA betont. Derzeit befinden sich drei Klassen in Quarantäne, eine Schließung des gesamten Standorts sei aus Sicht der Gesundheitsbehörden aber nicht nötig. Die von der Direktion angekündigte generelle Umstellung auf Fernunterricht werde nicht umgesetzt, so Himmer.

"Schule kann sich selbst nicht ins Distance Learning versetzen"

"Die Schule kann sich selbst nicht ins Distance Learning versetzen", verwies der Bildungsdirektor auf die Gesetzeslage. Die Schule könne allerdings den Betrieb entzerren, indem etwa der Unterrichtsbeginn gestaffelt wird. Außerdem können alle Eltern ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen - diese Regelung gilt vorerst bis 14. Jänner österreichweit.

Aufforderung von Direktorin des Wiener Piaristengymnasiums

Die Direktorin des Gymnasiums hatte gestern in einem Schreiben an die Eltern appelliert, dass sie ihre Kinder bis zu den Weihnachtsferien daheim lassen sollen. Das ist möglich, weil mit Beginn des Lockdowns die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt wurde. Dafür biete die Schule Online-Unterricht laut Stundenplan an, vor Ort werde es einen Notbetrieb geben, hieß es in dem Schreiben, das für zahlreiche Eltern-Anfragen in der Bildungsdirektion sorgte.

Wer über Schließung von Schule entscheidet

Eine solche Umstellung auf Distance Learning kann die Schule selbst allerdings gar nicht selbst entscheiden, wie Himmer betont. Durch die Aussetzung der Präsenzpflicht könnten Eltern bis 14. Jänner auf Wunsch ihre Kinder ohnehin daheimlassen. An den Schulen muss allerdings Unterricht laut Stundenplan stattfinden und nicht nur Notbetreuung. "Wir müssen darauf bestehen, dass die Schulen sich an diese Regeln halten", sagte Himmer. Die Entscheidung über eine Schließung der Schule liege bei der Gesundheitsbehörde, nicht beim einzelnen Standort.

Verordnung von Ministerium

Für Schüler, die daheimbleiben, sind laut Verordnung des Bildungsministeriums Unterrichtspakete oder - wenn machbar - auch eine Live-Übertragung des Unterrichts vorgesehen. Sollte sich der Großteil einer Klasse fürs Daheimbleiben entscheiden, ist für diese laut Himmer freilich auch die Umstellung auf Fernunterricht möglich. Schüler, die dennoch in die Schule kommen, können daran entweder vor Ort per Laptop oder Schul-PC teilnehmen oder den Unterricht direkt mitverfolgen, falls der Lehrer selbst vor Ort ist.

(APA/Red)

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