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Trotz leichter Entspannung: Lawinengefahr in Ö bleibt weiter hoch

Die Warnstufe vier statt fünf bleibt wohl nur vorübergehend.
Die Warnstufe vier statt fünf bleibt wohl nur vorübergehend. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Leichte Entspannung bei der Lawinengefahr gibt es am Freitag in der Steiermark, wobei die Herabstufung auf Warnstufe vier wohl nur vorübergehend bleibt. Das Wetterfenster soll Erkundungs- und Versorgungsflüge ermöglichen.

Ein Wetterfenster hat Freitagfrüh in den nördlichen Regionen Steiermark für die voraussichtlich nur vorübergehende Herabstufung von der höchsten Lawinenwarnstufe fünf auf vier gesorgt. Trotz der leichten Entspannung galt in den Nordalpen und den Niederen Tauern immer noch große Lawinengefahr.

Leichte Entspannung bei Lawinengefahr in Steiermark

Für die südlichen Gebirgsgruppen wurde erhebliche oder mäßige Lawinengefahr ausgegeben. Das Hauptproblem sei Triebschnee in allen Expositionen, der sich in den vergangenen Tagen gebildet habe, hieß es Freitagfrüh seitens des Lawinenwarndienstes. Aus steilem Felsgelände könnten sich immer noch spontan oder durch geringe Zusatzbelastung große und sehr große Schneebrettlawinen lösen, die auch exponierte Verkehrswege gefährden.

In den tiefen und mittleren Lagen nehme auf Grashängen und in lichten Wäldern die Gleitschneeaktivität zu. Südlich des Alpenhauptkammes liegt laut den Experten ein Altschneeproblem vor. Hier können Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Besonders betroffen ist der Nord- und Ostsektor oberhalb der Baumgrenze.

Auch Polizeihubschrauber aus Wien im Einsatz

Bereits am Donnerstag hatten Meteorologen neuerlichen Schneefall ab dem Wochenende prognostiziert. Dann könnte die Lawinenwarnstufe in den Nordalpen wieder auf die höchste Stufe fünf – “sehr große Gefahr” – gehoben werden. Das Wetterfenster am Freitag soll bereits am Vormittag Erkundungs- und Versorgungsflüge in der Obersteiermark ermöglichen.

Drei Alouette III, eine AB-212 sowie vier Hubschrauber des Innenministeriums waren startklar. Die Polizeihubschrauber wurden von den Flugeinsatzstellen Graz, Salzburg, Klagenfurt und Wien zusammengezogen. 35 Flüge standen schon am Donnerstag am Programm. Für mögliche Lawinensprengungen wurden Hunderte Kilogramm Sprengstoff vom Bundesheer nach Aigen gebracht.

Bundesheer schaufelt Schnee von Dächern

Noch Donnerstagabend wurde das Heer zum Assistenzeinsatz nach Eisenerz (Bezirk Leoben) gerufen, da Dächer von Schnee zu befreien sind, ehe der nächste Niederschlag kommt. Das Bundesheer wird in Zugstärke bis kommenden Sonntag nach Eisenerz vorrücken. Die Bezirksverwaltungsbehörde Liezen hat ebenfalls nach Soldaten zur Schneeräumung von Dächern gerufen. Kräfte des Heeres wurden daher mittels Luftbrücke in Halbzugstärke für zwei bis drei Tage zur Assistenz nach Johnsbach verlegt.

Zudem fährt das Militär mit geländetauglichen Fahrzeugen über einen Notweg in das seit mehreren Tagen abgeschnittene Hohentauern. Urlauber könnten am Freitag von Soldaten aus der Ortschaft zum Bahnhof Judenburg gebracht werden – ihre eigenen Pkw müssen sie allerdings vorerst auf dem Parkplatz in Hohentauern zurücklassen. Eine Befahrbarkeit des Notweges für Privatfahrzeuge sei nicht möglich, hieß es Donnerstagabend seitens des Katastrophenschutzreferenten Michael Schickhofer (SPÖ).

Von Hohentauern aus wird seit Tagen auch der Ortsteil St. Johann am Tauern der Gemeinde Pölstal mitversorgt. Dort sind nördlich der sogenannten Weingrubersiedlung 25 Personen in 13 Häusern eingeschneit.

(APA/Red)

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