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Türkische Megaparty in Fanzone Wien

Türkische Fußballanhänger im Freudentaumel haben die Wiener Fanzone am Mittwoch nach den Sieg in letzter Minute bevölkert. Bilder aus der Fanzone 

Fahnenschwenkend und mit unüberhörbaren “Türkyie”-Rufen zelebrierte die Meute vor dem Rathaus ihre Mannschaft bereits wie einen frisch gebackenen EM-Sieger. Nach trauernden Schweizern, die mit diesem Spiel aus der Meisterschaft gekickt wurden, musste man mit der Lupe suchen, Fans des EURO-Veranstalterlandes waren auf der Partymeile kaum vertreten.

Laut der Stadt Wien verfolgten etwa 12.598 Besucher das zweite Spiel des Abens , dieser Zählstand wurde um 21.45 Uhr gemessen, 9.455 waren bereits zum Anpfiff gekommen. Außer kleineren Reibereien kam es laut Polizei zu keinen Schwierigkeiten mit den Fans. Um Zwischenfälle zu vermeiden, waren kurz vor Abpfiff mehrere Sicherheitskräfte vor der Leinwand aufmarschiert.

Noch vor Ende des ersten Spiels am Mittwoch zogen unter lautem Gegröle und Gepfeife hauptsächlich Fans mit Halbmond-Flaggen und kleine Gruppen mit Schweizer Anhängern in die Partymeile ein und heizten die Stimmung an. Unüberhörbarer Jubel brach aber erst in der zweiten Halbzeit aus, als dem türkischen Team der Ausgleich zum 1:1 gelang.

Nach dem Siegertor kurz vor dem Schlusspfiff tanzten und bejubelten vor allem jugendliche Fans direkt vor der Leinwand am Rathaus ihre Kicker. Rauchbomben und die Parolen der mit rot Fahnen wild um sich schwenkenden Fußballanhänger übertönten die Übertragung der Leinwände bei weitem. Der Rathausplatz leerte sich nur langsam, der Großteil der türkischen Fans beteiligte sich tanzend an einer rund halbstündigen Freudenfeier.

Nur kurz fiel hingegen der Jubel der Portugiesen nach ihrem Sieg beim Spiel zuvor gegen Tschechien aus. Auch während des Matchs war die Stimmung eher verhalten, rund 5.500 Besucher waren zu Spielbeginn in die Fanzone gekommen. Nach dem Abpfiff zogen die portugiesischen Anhänger strahlend aber ruhig ab.

Auch ein tschechischer Fan ließ sich von der Niederlage seiner Mannschaft nicht entmutigen und präsentierte sich stolz: Mit schwenkender Fahne marschierte er den Ring entlang und führte so eine kleine Gruppe von Anhängern an. Ruhig verlief der Abend für das Wiener Sanitätsteam, es kam zu keinen größeren Einsätzen.

Auch einige vermummte Besucher waren unter den Feiernden. Aus Sicht der Polizei war es in der Fanzone sehr ruhig: Es gab zwar ein paar Rangeleien, aber keine Verletzten.

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