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Trickdiebinnen vor Gericht

Symbolfoto
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Zwei mutmaßliche Trickdiebinnen mussten sich am Montag, vor einem Schöffensenat im Wiener Landesgericht verantworten.

Sie sollen im Vorjahr auf dem Weg zu einem großen Zigeunerfest in Rom in der Bundeshauptstadt Zwischenstation gemacht haben und hier in kurzer Zeit zahlreiche betagte Menschen in ihren Wohnungen überfallen haben. Die Anklage spricht von einem Gesamtschaden von 240.000 Euro. Zur Ladung weiterer Zeugen wurde auf Mitte Juli vertagt.

Die zwei Frauen im Alter von 41 und 29 Jahren dürften mit mehreren Komplizinnen unterwegs gewesen. Vermutlich hatten sie ihre Opfer schon auf der Straße, beim Einkaufen oder in Bankfilialen beobachtet und sich dann gezielt an ihre Fersen geheftet. Laut Strafantrag klopften sie an deren Wohnungen, sobald ihre Opfer diese betreten hatten, und trachteten danach, die Ahnungslosen zu überlisten.

Mindestens 20 Überfälley/b>

Während die eine beispielsweise vorgab, ihr sei schlecht, ob sie nicht ein Glas Wasser haben könne, „wieselte“ die andere schon durch die Räumlichkeiten und hielt nach Wertgegenständen Ausschau. Eine andere Methode war es, gezielt Münzen auf dem Fußboden zu verstreuen oder Leintücher zum Verkauf anzubieten und die Wohnungsbesitzer so abzulenken.

In einem Fall sollen die Frauen sogar einen ganzen Standtresor „abgeschleppt“ haben. „Perfekt und perfide“, wetterte Staatsanwalt Friedrich König, der den beiden mindestens 20 derartige Coups zuschreibt. Diese gaben jedoch lediglich ein einiges Faktum zu, bei dem sie auf frischer Tat festgenommen worden waren: Ein aufmerksamer 84-jähriger Pensionist, bei dem sie vergeblich versucht hatten, in die Wohnung einzudringen, hatte die Polizei alarmierte, als das Duo beim Nachbarn anläutete.

Dass sie dabei mit typischem „Arbeitsgerät“ – so genannten Diebsschürzen, die unter der normalen Bekleidung getragen waren – ausgerüstet waren, tat eine Angeklagte mit der Bemerkung ab, ihre Oma habe ihr diese mitgegeben: „Weil ich meine Handtasche verloren habe.“

Redaktion: Michael Grim

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