Traumstart: Rapid fegt HSV mit 3:0 aus dem Stadion

Der SK Rapid hat einen Traumstart in die Gruppenphase der Fußball-Europa-League hingelegt. Der österreichische Rekordmeister besiegte am Donnerstagabend im mit knapp 50.000 Zuschauern ausverkauften Happel-Stadion den Hamburger SV verdient mit 3:0 (2:0) und ist damit nach der ersten Runde Tabellenführer der Gruppe C. Die Treffer für die Hütteldorfer erzielten Hofmann (35.), Jelavic (44.) und Drazan (76.).
Spielszenen aus dem Happel-Stadion

Vor einem enthusiasmierten Publikum bot Rapid eine der besten Leistungen einer heimischen Mannschaft auf internationalem Parkett in den vergangenen Jahren. Das Resultat bedeutete aber mehr als nur einen Prestigeerfolg, denn dadurch verschaffte sich die Truppe von Peter Pacult auch gute Chancen auf den Aufstieg in die Runde der letzten 32, für die sich die Top Zwei des Pools qualifizieren.

Der Sensationssieg hatte sich schon in der Anfangsphase angedeutet, als Pehlivan (3./Außennetz) und Boskovic (9./Rost parierte) mit Distanzschüssen erstmals am HSV-Tor anklopften. In der 12. Minute blieb Rost aus kurzer Distanz gegen Jelavic Sieger, acht Minuten später hatte der Kroate die große Chance zur Führung auf dem Fuß. Nach einem Traumpass von Hofmann umkurvte der Goldtorschütze von Birmingham Goalie Rost, sein Schuss aufs Tor fiel allerdings zu schwach aus, so dass Boateng auf der Linie klären konnte.

Der etwas angeschlagen ins Spiel gegangene Rechtsverteidiger der Hamburger avancierte danach zum tragischen Helden für seine Mannschaft. In der 35. Minute zirkelte Hofmann eine Freistoßflanke zur Mitte, Boateng rasierte den Ball noch leicht mit dem Kopf und es stand 1:0 für Rapid. Neun Minuten danach ließ Kavlak auf der rechten Seite Gegenspieler Aogo schlecht aussehen, bei seiner scharfen Hereingabe missglückte Boatengs Rettungsversuch und Jelavic hatte keine Mühe, den Ball aus wenigen Metern im Tor unterzubringen.

Die Pausenführung von Rapid ging auch in dieser Höhe in Ordnung, weil die Hanseaten – obwohl in ihrer stärksten Formation angetreten – die Qualitäten der Hütteldorfer offenbar etwas unterschätzt hatten. Außerdem fand der deutsche Tabellenführer kein Rezept gegen das 4-2-3-1-System der Gastgeber, bei denen Kavlak und Boskovic die Außenpositionen einnahmen und Kulovits rechts in der Viererkette den gesperrten Dober ersetzte.

So kam der HSV vor dem Seitenwechsel nur selten gefährlich vor das Gehäuse von Payer, etwa in der 24. Minute, als Berg aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf, oder wenige Sekunden später, als wieder Berg allein vor Payer deutlich am langen Eck vorbeizielte.

Trainer Labbadia reagierte und brachte nach der Pause Demel für Unglücksraben Boateng sowie Pitroipa für Trochowski. In der Folge erarbeiteten sich die Hamburger zwar eine deutliche Feldüberlegenheit, die erste Chance nach Wiederbeginn hatte aber Rapid. Hofmann tankte sich im Zentrum durch, bei seinem strammen Schuss von der Strafraumgrenze hatte Rost große Mühe (51.). In den gut 20 Minuten danach hatte der HSV seine einzige halbwegs gute Phase und drängte Rapid in die eigene Hälfte, ohne jedoch zu wirklich zwingenden Chancen zu kommen – die einzige Ausbeute waren ein Kopfball von Petric (66./drüber) und ein Schuss von Ze Roberto (69./Payer parierte).

Rapid hingegen sorgte in der 76. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach einem weiten Abschlag verschätzte sich Demel, Rozehnal schlug ein Luftloch, der eingewechselte Drazan schnappte sich den Ball und bezwang Rost mit einem platzierten Schuss vom Sechzehner ins kurze Eck. Danach war es mit der Gegenwehr der Deutschen vorbei, Payer musste sich nur noch bei einer Möglichkeit von Ze Roberto (87.) auszeichnen.

Fußball-Europa-League, Gruppe C, 1. Runde
SK Rapid – Hamburger SV 3:0 (2:0)
Ernst-Happel-Stadion , 49.850 (ausverkauft)
SR Ivan Bebek/CRO

Tore:
1:0 (35.) Hofmann (Freistoß)
2:0 (44.) Jelavic
3:0 (76.) Drazan

Rapid: Payer – Kulovits, Eder, Soma, Katzer – Kavlak, Heikkinen,
Hofmann, Pehlivan, Boskovic (60. Drazan) – Jelavic ((86. Salihi)

HSV: Rost – Boateng (46. Demel), Rozehnal, Mathijsen, Aogo –
Trochowski (46. Pitroipa), Jarolim, Ze Roberto, Elia – Berg
(73. Torun), Petric

Gelbe Karten
: Boskovic, Pehlivan bzw. Trochowski
Die Beste: Hofmann, Pehlivan, Soma, Jelavic, Heikkinen bzw. Ze Roberto

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