Transnistrien soll laut Moskau "in Konflikt hineingezogen werden"

Moskau spricht davon, dass Transnistrien soll in den Konflikt hineingezogen werden soll
Moskau spricht davon, dass Transnistrien soll in den Konflikt hineingezogen werden soll ©Photo by Sergei GAPON / AFP
Nach Explosionen in Transnistrien, spricht Moskau von einem Versuch die Region in Moldau in den Konflikt hineinzuziehen und droht mit einer Intervention. Die Ukraine spricht von Provokationen Russlands.
Sorge um Transnistrien wächst
Transnistrien meldet Beschuss aus Ukraine

Russland sieht in den jüngsten Vorfällen in Transnistrien den Versuch, die Moldauer Separatistenregion in den Ukraine-Konflikt hineinzuziehen. Das sagt die Sprecherin des Moskauer Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Moskau droht mit Intervention in Transnistrien

Am Dienstag hatte Russland nach Berichten über Anschläge in Transnistrien mit einer Intervention in der Region gedroht, in der seit dem Ende der Sowjetunion russische Soldaten stationiert sind. Die Ukraine hatte die Vorfälle als Provokation Russlands bezeichnet.

Die Behörden im international nicht anerkannten Transnistrien werfen der Ukraine vor, Angriffe auf die selbst ernannte Republik im Osten Moldaus zu verüben.

Ukraine sieht Transnistrien als " Brückenkopf" für Russlands Militärvorhaben

Die Regierung in Kiew fürchtet nach eigenen Angaben, dass Russland Transnistrien als Brücke für ein weiteres militärisches Vorrücken nutzen will. Nach Berichten über Explosionen in dem prorussischen Separatistengebiet in Moldau sagte Präsidentenberater Mychajlo Podoljak nach Angaben der Agentur Unian am Mittwochabend in Kiew: "Wir haben Transnistrien immer als Brückenkopf betrachtet, von dem gewisse Risiken für uns ausgehen können."

Die ukrainische Führung sei sich der von Transnistrien ausgehenden Gefahren bewusst, weshalb in den ukrainischen Regionen Odessa und Winnyzja "unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung alles gut durchdacht" sei. Podoljak schätzte die Zahl der von Russland kommandierten Soldaten in Transnistrien auf 1.500 bis 2.000. "Von ihnen sind 500 bis 600 Russen und der Rest Einheimische."

Die jüngsten Explosionen bezeichnete der Präsidentenberater als Versuch der Provokation. "Es ist alles so, wie es die Russische Föderation immer macht", meinte Podoljak.

(APA/Red)

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