Tragischer Angriff auf Gazaflotte darf sich nicht wiederholen

Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat den israelischen Militärangriff auf die Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern als Tragödie bezeichnet, die sich keinesfalls wiederholen dürfe.
Türkische Ermittler sichern Beweise
Aktivisten treffen in Istanbul ein
Gaza: Alle Toten sind Türken
Tote bei Sturm israelischer Soldaten auf Gaza- Flotte
Israel lässt Aktivisten frei

“Besonders tragisch” sei, dass die Erstürmung der Flotte in internationalen Gewässern erfolgt sei, sagte Putin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Ein derartiges Vorgehen fordere auch eine “besondere Untersuchung”. Es müsse “alles getan werden, damit sich so etwas nicht wiederholt”, forderte Putin in dem in Sotschi geführten Interview.

Zu der von Israel verhängten Land- und Seeblockade des Gazastreifens sagte Putin: “Wir haben immer eine Aufhebung dieser Blockade gefordert.” Er sei nicht der Ansicht, dass “solche Methoden geeignet sind, um die Probleme in der Region zu lösen”, fügte der russische Regierungschef hinzu. Er verglich den Kampf Israels gegen extremistische Bedrohungen mit den Problemen, die Russland im unruhigen Nordkaukasus habe. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Israel seine Taktik ändern müsse.

Russland wird, wie Putin am Dienstag auf dem Sicherheits-Gipfel der “Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien” (CICA) in Istanbul bekanntgab, die militärische Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte durch Israel vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission gefordert.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Tragischer Angriff auf Gazaflotte darf sich nicht wiederholen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen