Tränengas im kosovarischen Parlament

Ein erneuter Versuch der nationalistischen kosovarischen Bewegung "Vetevendosje", die Abhaltung einer Parlamentssitzung zu verhindern, ist am Donnerstag gescheitert. Wie bereits in der Vorwoche, blockierten "Vetevendosje"-Abgeordnete zuerst das Rednerpult, nach einer Pause musste die Sitzung dann sogar kurz unterbrochen werden, weil Tränengas eingesetzt wurde.


Gemäß der Tageszeitung “Gazeta Express” (Internet-Ausgabe) war der frühere “Vetevendosje”-Chef, der Abgeordnete Albin Kurti, für die Tränengas-Attacke verantwortlich. Zwei Abgeordnete mussten Medienberichten zufolge ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Opposition, allen voran die “Vetevendosje”, widersetzt sich der Bildung der vor zweieinhalb Jahren zwischen Prishtina und Belgrad vereinbarten Gemeinschaft der serbischen Gemeinden. Die Ministerpräsidenten der zwei Staaten, Isa Mustafa und Aleksandar Vucic, hatten bei dem EU-geführten Dialog in Brüssel Ende August die bestehenden Streitfragen gelöst und somit den Weg zur Bildung der Gemeinschaft, einer Art Autonomie der Kosovo-Serben, bis Jahresende gebahnt. Die Opposition will dies verhindern.

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