"Totengedenken" fällt heuer aus

Das alljährliche abendliche „Totengedenken“ der Burschenschafter am Jahrestag des Kriegsendes entfällt heuer. Die Gegenkundgebung „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ findet aber statt.

Wie Herbert Pohl vom Burschenschafter-Dachverband „Wiener Korporations- Ring“ am Sonntag der APA mitteilte, hat bereits um 8.30 Uhr eine Kranzniederlegung beim Grabmal des unbekannten Soldaten am Burgtor am Wiener Heldenplatz stattgefunden.

Keine Festredner

Für den Abend ist keine Veranstaltung mehr geplant. Während in den vergangenen Jahren am 8. Mai prominente FPÖ-Politiker als Festredner aufgetreten waren, übernahm diese Rolle diesmal Pohl selbst. Der EU- Abgeordnete Andreas Mölzer hatte seinen Auftritt beim Totengedenken Anfang der Woche abgesagt und dies damit begründet, dass die Veranstaltung heuer nur in einem „kleinen Rahmen mit privatem Chrarakter“ stattfinde.

Pohl weist dies zurück und betont, der kleine Rahmen sei zum Zeitpunkt der Mölzer-Absage noch gar nicht geplant gewesen. Warum der freiheitliche EU-Abgeordnete dann abgesagt hat, will Pohl nicht beurteilen: „Das müssen Sie den Abgeordneten Mölzer fragen.“ An der Kranzniederlegung teilgenommen haben laut Pohl rund 100 Personen.

Gegenkundgebung findet statt

Die für den Abend geplante Gegenkundgebung wird nach Angaben der Wiener Polizei auch ohne den Burschenschafter-Aufmarsch stattfinden. Zur Demonstration „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ werden in der Wiener Innenstadt rund 1.000 Personen erwartet. Angemeldet sind mehrere Demonstrationszüge, die von der Albertina und vom Karlsplatz auf den Heldenplatz führen sollen.

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