Tote bei Kämpfen zwischen Kurden und Assad-Truppen

Im syrischen Bürgerkrieg droht eine zusätzliche Front zwischen kurdischen Milizen mit der bisher verbündeten Armee von Präsident Bashar al-Assad zu entstehen. Mindestens 18 Menschen wurden am Wochenende bei Kämpfen in der nordöstlichen Stadt al-Hasaka getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mitteilte.


Grund für die Konfrontation war offenbar ein Streit um entmilitarisierte Bereiche der Stadt. Kurdische Kämpfer hatten zehn Assad-Unterstützer festgenommen. Sie warfen ihnen vor, das Gebiet widerrechtlich besetzt zu haben.

Bei den Kämpfen seien bisher acht kurdische Kämpfer und neun syrische Soldaten getötet worden, am Samstag wurde der Beobachtungsstelle zufolge zudem eine Zivilistin getötet. Bisher hatten die beiden Seiten in al-Hasaka im Kampf gegen die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) kooperiert und dessen Versuche, einzelne Stadtviertel zu erobern, zurückgeschlagen. Die Einflussbereiche in der von Kurden und Arabern bewohnten 200.000-Einwohner-Stadt hatten Kurden und syrische Armee unter sich aufgeteilt. Auch deshalb war es dort bisher relativ ruhig geblieben.

Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien soll in Kürze eine Geberkonferenz Hilfen für humanitäre Einsätze mobilisieren. Wie der kuwaitische Außenminister Scheich Sabah Khaled al-Sabah am Sonntag in Kuwait-Stadt sagte, soll das Treffen auf Bitten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem Land stattfinden. Nach einem Termin werde noch gesucht.

Es wäre die dritte derartige Konferenz in Kuwait, bei den beiden vorherigen Treffen waren umgerechnet insgesamt 3,5 Milliarden Euro an Unterstützung zugesagt worden. Nach Angaben von UNO-Hilfsorganisationen haben viele Geber ihre Versprechungen aber nicht eingelöst.

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