Tote bei Anti-Terror-Einsatz auf Sinai-Halbinsel

Ägyptische Soldaten und Polizisten haben bei einer Anti-Terror-Operation auf der Sinai-Halbinsel innerhalb von 24 Stunden acht Menschen getötet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der nördlichen Stadt Al-Arish habe es sich um Jihadisten gehandelt. Fünf weitere wurden demnach verletzt.


Bei dem Einsatz seien bis zum frühen Freitag auch Ziele im Nordosten der Halbinsel mit Apache-Kampfhubschraubern angegriffen sowie fünf Tunnel zum palästinensischen Gazastreifen zerstört worden.

Das Militär geht seit vielen Monaten gegen Jihadisten vor, die seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Hosni Mubarak 2011 verstärkt im Nordsinai aktiv sind. Nach einem Bombenanschlag Ende Oktober, der 30 Soldaten das Leben kostete, verhängte die Regierung in Kairo den Ausnahmezustand über die Region und kündigte “radikale” Schritte an. Gleichzeitig wurden die Befugnisse der ägyptischen Militärgerichte ausgeweitet, was von Menschenrechtlern als eine Aushöhlung des Rechtsstaats kritisiert wird.

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