Tödliche Traktorunfälle 2018: Fast doppelt soviele wie im Vorjahr

2018 wurden neun Personen bei Traktorunfällen in Österreich getötet.
2018 wurden neun Personen bei Traktorunfällen in Österreich getötet. ©ÖAMTC
2018 wurden neun Menschen bei Traktorunfällen getötet. Das sind um vier mehr als im Jahr 2017 und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Neun Menschen kamen 2018 im österreichischen Straßenverkehr bei Traktorunfällen ums Leben. Im Jahr 2017 waren es laut BMI fünf Menschen. Drei der tödlichen Unfälle passierten in Niederösterreich, zwei in Vorarlberg und jeweils einer in Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und im Burgenland.

2018: Neun tödliche Traktorunfälle in Österreich

Verkehrsunfälle machen jedoch nur einen Teil der Traktorunfälle aus. Arbeitsunfälle am Hof oder am Feld sind jedoch noch viel häufiger. So passieren die meisten Arbeitsunfälle laut der Sozialversicherung der Bauern (SVB) beim Auf- und Absteigen bzw. dem Abspringen. Am folgenschwersten sind jedoch Fahrzeugstürze. “Viele Unfälle passieren auch, weil der Lenker die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert”, so der ÖAMTC Fahrtechnik-Experte Josef Dvorak.

Zwar sind moderne Traktoren durch ihre Ausstattung mit Assistenzsystemen und Fahrerschutz-Einrichtungen relativ sicher, dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen. Insbesondere im steilen Gelände, dass früher nur mit der Hand bewirtschaftet werden konnte, kommt es immer wieder zu fahrtechnischen Fehlern. Kippt der Traktor, werden Personen in vielen Fällen aus dem Schutzbereich herausgeschleudert. Dabei werden sie oft durch das Fahrzeug oder durch den Aufprall auf dem Boden verletzt. Zwar haben neu Traktoren zumeist einen Sicherheitsgurt, dieser wird jedoch häufig nicht angelegt.

ÖAMTC: Fahrsicherheitstraining auch für Traktoren

In den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren wird daher seit vielen Jahren von der SVB, Steyr Traktoren und der ÖAMTC Fahrtechnik ein Traktoren-Fahrsicherheitstraining angeboten. “Bei den Traktoren-Trainings wird der richtige Umgang mit dem Gerät geübt. Schwerpunkte sind Sicherheit und Fahrzeugbeherrschung in kritischen Situationen sowie Geschicklichkeit”, erklärt Dvorak. Bisher wurden bereits über 12.000 Teilnehmer geschult.

Von Jänner bis April finden noch 55 Trainingstermine statt, diese sind online abrufbar.

(Red)

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