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Tödliche Amokfahrt mit Lkw

Wiener Polizisten erschossen Lkw-Fahrer, der mit einem Messer auf sie losging - zuvor muss der Mann ausgerastet sein und beschädigte bei Wahnsinnsfahrt mehrere Autos.

Ein 35 Jahre alter Mann ist am Sonntag Abend nach einer Amokfahrt mit einem Lkw und zwei Versuchen, mit einem Küchenmesser auf Polizisten einzustechen, in der Wiener Innenstadt von einem Sicherheitswachebeamten erschossen worden. Was zu dem Verhalten des Mannes geführt hatte, sei nicht klar, am ehesten komme ein „psychotisches Ausrasten“ in Frage, sagte der Leiter der Kriminaldirektion 1, Dr. Ernst Geiger, Montag Vormittag zur APA.

Der Mann aus Rudolfsheim-Fünfhaus, verheiratet, Vater eines vier Jahre alten Sohnes, unbescholten und als Milchlieferant tätig, war Sonntag gegen 22.00 Uhr kurz nach Hause gekommen, hatte erklärt, er werde verfolgt, ein Küchenmesser und ein Spielzeug genommen und war wieder weg gegangen. Auf der Fahrt Richtung Innenstadt verursachte er laut Geiger zwei Unfälle.

Ein Verletzter bei Crash

Zunächst touchierte der 35-Jährige mit seinem Lkw an der Kreuzung Neubaugürtel-Burggasse ein anderes Fahrzeug und verlor ein Kfz-Kennzeichen, nachdem er das Rotlicht der Ampel ignoriert hatte. Wenig später krachte es im Kreuzungsbereich Friedrichstraße-Getreidemarkt-Linke Wienzeile (-> Stadtplan), wobei ein Beteiligter verletzt wurde. Von einem Funkwagen verfolgt, fuhr der Amokläufer in die City, wo die Polizei den Lkw in der Augustinerstraße (-> Stadtplan) stoppte und versuchte, den 35-Jährigen zum Aussteigen zu bewegen.

Dessen Reaktion bestand darin, dass er die Sicherheitswachebeamten mit seinem Messer bedrohte und sich im Führerhaus verschanzte. Die Besatzung eines zweiten Funkwagens kam dazu, der 35-Jährige wurde aufgefordert, das Messer wegzuwerfen. Daraufhin sprang er aus dem Führerhaus, versuchte vergeblich davonzulaufen, bestieg wieder den Lkw und fuhr noch ein Stück weiter. Die Beamten konnten sich vor dem Fahrzeug gerade noch in Sicherheit bringen.

Tödlicher Schuss in “untere Körperhälfte”

Kurz danach stoppten die Sicherheitswachebeamten den Lkw neuerlich und setzten zur Überwältigung des Fahrers Pfefferspray ein. Dieser versuchte, auf einen der Polizisten einzustechen, woraufhin dieser einen Schuss in die Luft abgab. Der Lkw-Fahrer lief zu einem anderen Beamten und wollte auch diesem einen Stich versetzen. Ein dritter Kollege gab in diesem Moment einen gezielten Schuss auf die “untere Körperhälfte” (so die Wiener Polizei) des 35-Jährigen ab, der tödlich war.

„Unserer Einschätzung nach war es ein Fall von gerechtfertigter Nothilfe nach Paragraf 3 des Strafgesetzbuchs“, sagte Geiger, „die weitere Beurteilung erfolgt aber durch die Staatsanwaltschaft.“ Der 35-Jährige sei noch nicht obduziert, ob möglicherweise Alkohol oder Drogen eine Rolle spielten, könne deshalb noch nicht gesagt werden.

von Bernhard Degen

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