Tiroler Lehrling von Anhängervorrichtung 20 Meter mitgeschliffen

Der Autolenker war nach dem Aufprall nicht stehen geblieben und der Lehrling hatte sich mit seiner Kleidung an der Anhängerkupplung verfangen. Daraufhin stiegen der Lenker und sein Beifahrer aus, beschimpften und bedrohten den Jugendlichen.

Wie am Freitag bekannt wurde, hatte der 18-jähriger Mann am Montag gegen 20.40 Uhr in Jenbach (Bezirk Schwaz) seinen nicht angemeldeten Pkw zusammen mit einigen Kollegen fahrbereit gemacht. Dafür wurde die Kennzeichentafeln vom Auto eines Bekannten abmontiert und auf dem Pkw des 18-Jährigen angebracht. Nach einigen „Dorfrunden“ fuhr der 19-Jährige laut Polizei die Achenseestraße in Jenbach bergab in Richtung Dorfmitte, wobei er das Auto fortwährend stark beschleunigte und dann wieder stark abbremste.

Ein zufällig hinterher fahrender 16-jähriger Lehrling aus dem Bezirk Schwaz hatte Mühe, sein Moped jedes Mal rechtzeitig abzubremsen, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Nach einer Fahrstrecke von rund 300 Metern bremste der Pkw-Lenker abrupt bis zum Stillstand ab. Der Mopedlenker prallte fast ungebremst auf das Heck des Pkws. Unmittelbar nach dem Aufprall fuhr der Pkw-Lenker stark beschleunigend wieder los. Der Mopedlenker wurde vom Kofferraumdeckel geschleudert und verfing sich in der Anhängervorrichtung.

Als es dem Lehrling an einer Kreuzung gelungen war sich von der Vorrichtung zu befreien, fuhr der 19-jährige Mann noch einige Meter weiter und hielt an. Gemeinsam mit seinem Beifahrer stieg er aus, ging zur Kreuzung zurück und beschimpfte den Lehrling, weil er seiner Meinung nach immer viel zu knapp aufgefahren sei. Als der Lehrling Anstalten machte, die Polizei zu rufen, drohte er ihm mit Konsequenzen. Beide legten dem Lehrling nahe, einige Euro Schadensgutmachung für die Beschädigungen an seinem Moped anzunehmen, ansonsten würde es „für sein weiteres Leben nicht gut aussehen“.

Da sich bereits viele Menschen an der Unfallstelle befanden, bot der Beifahrer des Pkw an, der Lehrling möge sich mit ihm gleich auf der Tankstelle besprechen. Nachdem der 16-jährige Lehrling dort hin gefahren war und vergebens zugewartet hatte, begannen seine Arme stark zu schmerzen. Er fuhr nach Hause und seine Schwester brachte ihn ins Krankenhaus Schwaz. Nach dort erfolgter Versorgung und Behandlung zeigte er den Unfall an.

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