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Tipps: So gelingt ein harmonisches Weihnachtsfest für die ganze Familie

Kommt zu Weihnachten die ganze Familie zusammen, kann es stressig werden
Kommt zu Weihnachten die ganze Familie zusammen, kann es stressig werden ©Pixabay (Sujet)
Geschenke besorgen, Lebensmittel einkaufen, kochen, putzen, schmücken - rechtzeitig zu den Feiertagen soll alles perfekt und harmonisch sein. Doch oft sieht es ganz anders aus und nicht selten gibt es zu Weihnachten Streit und Stress. Wie sich dieser vermeiden lässt, lesen Sie  hier.
Weihnachten ohne Familie
Ein friedliches Fest ohne Streit

Die Eltern sind genervt, die Kinder gelangweilt und die restliche Verwandtschaft ist noch gar nicht da. In manchen Familien verwandelt sich das traute Heim über Weihnachten in ein Pulverfass. Emotionen lassen sich nicht per Knopfdruck produzieren und was das ganze Jahr über nicht funktioniert, kann zu Weihnachten auch nicht klappen.

Kinder nicht mit ihren Gefühlen allein lassen

“Besonders schwierig ist es oft für Kinder, deren Eltern getrennt sind”, sagt Birgit Satke, Leiterin der Helpline 147 Rat auf Draht. “Sie brauchen zu Weihnachten besondere Zuwendung, denn häufig werden zum Fest der Familie Wunden aufgerissen, die im Alltag als längst verheilt gelten. Es ist daher wichtig, Erinnerungen anzusprechen und die Kinder nicht mit ihren Gefühlen allein zu lassen.” Auch sollte, so der Rat der Expertin, schon im Vorfeld genau geklärt werden, wo und wie gefeiert wird. Auf keinen Fall sollten sich Eltern gegenseitig mit Geschenken ausstechen und in Konkurrenz treten. Wichtiger als Geschenke ist ohnehin die emotionale Zuwendung.

Wunsch nach Harmonie zu Weihnachten besonders präsent

147 Rat auf Draht verzeichnet rund um die Weihnachtszeit besonders viele Anrufe. “Manche Kinder und Jugendliche merken schon im Vorfeld, dass die Situation zu Hause sehr angespannt ist, je näher der Heilige Abend rückt. Sie befürchten, dass es unter dem Christbaum zum Streit kommt und fragen, was sie tun können, um so eine Situation zu vermeiden”, sagt Satke. “Viele sagen auch ganz klar, dass sie sich zu Weihnachten Harmonie wünschen, und dass die Eltern und Verwandten sich gut vertragen.” Aber auch Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen holen sich bei 147 Rat auf Draht Anregungen, wie sie die Feiertage gut und ohne Streit verbringen können.

Tipps, wie sich Feiertagsfrust und Familienstress vermeiden lässt

Vorstellungen besprechen: Bereits bei der Planung lässt sich Stress und Ärger umgehen. Werden Sie sich klar darüber, was Sie selbst wollen. Häufig treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Besprechen Sie daher vorab, wie das Weihnachtsfest verlaufen soll. Jedes Familienmitglied sollte seine Vorstellungen ohne Kritik und offen äußern können. Meist lässt sich ein Kompromiss finden.

Aufgaben verteilen In vielen Familien bleibt die ganze Vorbereitung oft an einer Person – meistens an der Mutter – hängen. Verteilen Sie die Arbeit indem Sie zum Beispiel gemeinsam kochen oder dekorieren.

Ab in die Natur! Schon wenige Minuten in einer ruhigen und grünen Umgebung führen dazu, dass sich gestresste Menschen entspannen. Besonders Kinder profitieren von einem Spaziergang in Park oder Wald.

Es muss nicht alles perfekt sein. Lassen Sie Gelassenheit walten, schrauben Sie den eigenen Perfektionismus und die Ansprüche herunter und konzentrieren Sie sich auf das machbare. Es muss nicht alles perfekt sein! Die Wohnung muss nicht unbedingt auf Hochglanz gebracht werden und es geht auch ohne Fünf-Gänge-Menü. Viel wichtiger ist es, die Zeit miteinander zu verbringen.

Rückführung zum eigentlichen Sinn von Weihnachten. Machen Sie sich und anderen klar, dass es zu Weihnachten nicht nur um Essen und Geschenke geht, sondern besinnen Sie sich auf die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes.

Wer, wann, wo, mit wem? Überlegen Sie, ob Sie wirklich alle Angehörigen zum gleichen Zeitpunkt einladen wollen. Wenn sich zwei absolut nicht vertragen, sollte man sich getrennt mit ihnen treffen. Wer überhaupt nicht zum Fest kommen möchte, den sollten Sie auch nicht versuchen umzustimmen.

Wenn die Nerven blank liegen: Macht sich schlechte Laune breit und sinkt die Frustrationstoleranz, dann sollten Sie auf alle Fälle gegensteuern. Warten Sie nicht, bis das Fass überläuft.

Familienkonflikte zu Weihnachten: Familienkonflikte sollten nicht zu Weihnachten thematisiert werden “Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte, lieber Onkel…” sollte man sich besser für später aufheben. Wenn das Fest, und somit auch der Stress, vorbei sind, kann man wahrscheinlich entspannter über bestimmte Themen reden. Sollte es dennoch zu Diskussionen kommen, dann üben Sie sich in Toleranz und lassen Sie dem anderen seine Sichtweise.

Mit Traditionen brechen Warum nicht auch einmal Umdenken und mit alten Traditionen brechen? Vielleicht muss der Baum in diesem Jahr nicht zwei Meter hoch sein und echte Kerzen haben. Wie wäre es, sich einmal gar nichts zu schenken? Oder was ist, wenn Sie den Heiligabend einmal nicht Zuhause feiern? Alles ist erlaubt, wenn sich die Familienmitglieder einig sind und alle mitziehen.

Sollte es dennoch zum Streit untern Weihnachtsbaum kommen oder die Situation eskalieren, Rat auf Draht ist auch an den Feiertagen unter der Notrufnummer 147 rund um die Uhr aus ganz Österreich erreichbar. Der Anruf kostet nichts und ist anonym.

>>Weihnachten ohne Streit: Profi-Tipps für ein friedliches Fest mit der Familie

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