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Tierschützer empört über 2,50-Euro-Schnitzel bei Möbelhaus

Tierschützer sind empört über die Rabattaktion.
Tierschützer sind empört über die Rabattaktion. ©APA/GÜNTER R. ARTINGER (Sujet)
Aktuell wird in einem österreichischen Möbelhaus ein Schnitzel samt Beilage um 2,50 Euro angeboten. Tierschützer sind empört.

Aktuell bietet das Möbelhaus XXXLutz ein Schnitzel samt Beilage um 2,50 Euro an. Zwar stammt das Schweinefleisch angeblich aus Österreich, das Putenfleisch jedoch nicht. Auch die Herkunft der Eier für die Panier ist nicht geklärt, in vielen Fällen stammen sie in der Gastronomie und in Großküchen aus bei uns bereits verbotener Käfighaltung und werden aus dem Ausland importiert. Mitglieder des Tierschutzvolksbegehren zeigen sich empört.

Tierschützer zeigen sich empört über Rabattaktion

"Am Teller landen bei solchen Aktionen auch die Tierqual, der brandgerodete Regenwald und das heimische Bauernsterben. Denn solche Rabattschlachten und Extremaktionen sind nur möglich, weil die Herstellung von Fleisch spottbillig ist. Und durch seinen gestützten Verkauf kommt es zur systematischen Entwertung von Lebensmitteln, was den Druck auf eine möglichst billige Produktion weiter erhöht. Solche Fleischpreise sind nur möglich, wenn Tiere leiden, die Natur zerstört wird und kleinbäuerliche Betriebe zusperren - denn all das ist die Folge eines Systems, das auf Masse und möglichst niedrige Preise ausgerichtet ist. Wir erneuern daher unseren Appell an die MinisterInnen Köstinger und Anschober, rasch einen Gipfel zum Ende der Rabattschlachten einzuberufen", so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Das Tierschutzvolksbegehren fordert die Einberufung eines Gipfels unter Vorsitz von Landwirtschaftsministerin Köstinger und Konsumentenschutzminister Anschober. Dort sollen Ansätze diskutiert werden, wie der systematischen Entwertung von Lebensmitteln durch Industrie und Handel Einhalt geboten werden kann. Bisher gab es keine Reaktion vonseiten der Politik.

VIER PFOTEN: Verramschung von Lebensmitteln

Die Rabattaktion bei dem XXXLutz Restaurant auf der Mariahilfer Straße ist auch bei den VIER PFOTEN ein Dorn im Auge. Denn auch nach der Rabattaktion wird das Schnitzel nur unwesentlich teurer: Es wird dann 2,90 Euro kosten. Selbst eine Dose Red Bull ist im Restaurant teurer. VIER PFOTEN sieht in solchen Kampfpreisen ein völlig falsches Signal und langfristig negative Konsequenzen für alle: Tiere, Menschen und Umwelt.

„Wir erleben hier eine regelrechte Verramschung von Lebensmitteln! Wenn Nahrung nichts mehr wert ist und jeder Respekt vor tierischen Produkten fehlt, dann fällt das letztendlich auf uns alle zurück. Es ist absurd, Fleisch als Lockmittel zu verwenden. Wir sollten es gerade jetzt besser wissen: Im Zuge der Corona-Krise haben wir gesehen, welche furchtbaren Auswirkungen die billige Produktion von Fleisch auch auf die Gesundheit haben kann“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

XXXLutz gibt auf den Speisekarten keine Auskunft darüber, woher das Fleisch für die Riesenschnitzel  stammt. Veronika Weissenböck: „Selbst wenn es aus Österreich stammt: Kein österreichischer Landwirt kann bei solchen Preisen kostendeckend produzieren. Damit wird die gesamte Branche aber unter Druck gebracht, billiger anzubieten. Und das führt natürlich in einen Teufelskreis. Damit werden sich die Bedingungen in der Intensivtierhaltung sicher nicht verbessern, im Gegenteil: Ein bereits krankes System wird so immer weiter geführt.“ Für die Verbraucher bedeutet das letztendlich minderwertige Ware. 

(Red)

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