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Tibet-Freunde planen Aktionen in Wien

Nicht für alle ist die Eröffnung der Olympischen Spiele am kommenden Freitag (8. August) in Peking ein Grund der ungetrübten Freude.

Während die chinesische Botschaft in Wien am Eröffnungstag zu einem großen Empfang lädt, gedenken Freunde Tibets, wo im Vorfeld der Spiele Protestaktionen, angeführt von tibetischen Mönchen, von chinesischen Sicherheitsbehörden brutal niedergeschlagen wurden, ebenfalls in der Bundeshauptstadt der tristen Lage des tibetischen Volkes. Im Zentrum Wiens sollen im Gedenken an die Toten 216 orange Luftballons aufsteigen. Vor der chinesischen Botschaft findet eine Schweigeaktion statt, anschließend wollen die Tibeter in Österreich und ihre Unterstützer ihrerseits ein Fest feiern unter dem Motto “Ring frei für Tibet!”

Die Initiative “Go Orange for Tibet” will am Freitag am Stock im Eisen-Platz schräg gegenüber dem Stephansdom zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr tausend orange Luftballons mit der Aufschrift “Menschenrechte für Tibet” verteilen. Außerdem ist geplant, am Tag der Eröffnung zum Zeichen der Erinnerung an die Unruhen in Tibet 216 Luftballons aufsteigen zu lassen. 216 Opfer forderte laut “Go Orange for Tibet” das Vorgehen der Chinesen seit dem vergangenen März unter den Tibetern.

“Go Orange for Tibet” vermerkt in einer Aussendung, dass tausende Sportler bei diversen Veranstaltungen eine orange Schleife für Tibet getragen hätten, unter Ihnen auch die Marathon-Siegerin Marija Vrajic bei Ihrem Sieg beim Night Marathon in Jesolo und Cavallino Treporti. “Die Initiative Go Orange for Tibet hat damit bewiesen, dass Menschenrechte Sportlern ein echtes Anliegen sind”, wird betont. Die Farbe Orange solle auf die katastrophale Menschenrechtslage in Tibet aufmerksam machen. “Als Zeichen der Solidarität mit den geknechteten sechs Millionen Tibetern” sollten Sympathisanten am 8. August eine orange Schleife tragen.

Die Tibeter Gemeinschaft Österreich (TGÖ), der Verein Save Tibet, die Gruppe Tibet 21 und der Verein Tibeter Jugend Österreich weisen in einer gemeinsamen Aussendung darauf hin, dass “Tibet ein großes Gefängnis” geworden ist, besonders seit seine Bevölkerung die wegen der Olympischen Spiele auf China gerichtete Aufmerksamkeit genützt hat, um die Welt auf die “wahre Lage des tibetischen Volkes” hinzuweisen.

“In China sind Personen inhaftiert wegen Kritik an den Olympischen Spielen”, betonen die Tibet-Vereine in einer Aussendung. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, vertrete trotzdem die Auffassung, “dass es nicht notwendig ist, Rücksicht auf die Menschenrechtslage im totalitären China zu nehmen, und dass Sport rein gar nichts mit Politik zu tun hat”. In diesem Zusammenhang wird auch kritisiert, dass das IOC und viele Regierungen “Chinas Unterdrückungspolitik ehren, in dem sie an den pompösen Eröffnungsfestlichkeiten in Peking teilnehmen”. Jeder dieser politischen Führer aus dem Ausland wisse genau: “Es gibt mehr zu trauern als zu feiern in China und in Tibet.”

Die tibetischen Vereine in Österreich beginnen ihre Aktionen bereits am Vorabend des Eröffnungstages unter dem Motto “Candle 4 Tibet” (Kerzen für Tibet) am Stock-im-Eisen-Platz (21:00 Uhr). Teilnehmer sind aufgefordert, Kerzen und tibetische Fahnen mitzubringen: “Mögen Millionen von Kerzen ihr Licht, verbunden mit unseren Wünschen und Gedanken, nach Tibet senden.” Der Freitag startet mit einer Traueraktion vor der Botschaft der Volksrepublik China, an der Ecke Metternichgasse/Strohgasse im 3. Wiener Gemeindebezirk (10:00 bis 11:00 Uhr). Anschließend wollen die Tibeter und ihre Freunde auf ihre eigene Art feiern – bei einem Tibet-Solidaritätsfest im Arne-Karlson-Park im 9. Bezirk, mit Kiosken, Kulinarik und Kulturprogramm, das bis 21:00 Uhr abends dauern soll.

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