This is it

Lange Zeit wurde auf den Start des Filmes gewartet und mindestens genauso lange kursieren die skurrilsten Gerüchte über diesen. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild von Jackos letztem Auftritt machen, denn "This Is It" wird für mindestens zwei Wochen im Kino zu sehen sein. Trailer: Wann und wo im Kino?
This Is It Premiere in Tokyo
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Lange Zeit wurde auf den Start des Filmes gewartet und mindestens genauso lange kursieren die skurrilsten Gerüchte über diesen. Ab heute kann sich jeder selbst ein Bild von Jackos letztem Auftritt machen, denn “This Is It” wird für mindestens zwei Wochen im Kino zu sehen sein.

Regisseur Kenny Ortega, der auch für die Bühnenshow verantwortlich zeichnete, beginnt mit Tränen nach Jacksons Tod Ende Juni. Die Tänzer, die das Casting überstanden haben, schwärmen von ihrem Vorbild, das viele erst zum Tanzen inspiriert habe. Und man erwischt sich im Kino bei dem Gedanken, dass sich die befürchtete Heldenverehrung schon am Anfang bewahrheiten könnte. Doch was nach dem Switch zurück auf den 15. April folgt, ist der gelungene Einblick in die wohl aufwendigste Musik-und Pyro-Show, die nie stattgefunden hat, und in die Arbeitsweise und Technik einer der schillerndsten Figuren der Pop-Gegenwart.

Jackson, meistens zärtlich Michael oder MJ gerufen, sagt statt “Thank you” meistens “God bless you”, und wenn die Musik über den Knopf im Ohr zu laut kommt, sagt er nicht, dass er es gerne leiser hätte, sondern dass die Musik “with love, you know, l-o-v-e” in sein Ohr gelangen müsse. Und Ortega spart nicht mit Momenten, um die spezielle Aura des Superstars auch im Kino spürbar zu machen. Aber gleichzeitig sieht man auch, dass die geplante “This Is It”-Konzertserie auch für Jackson einfach harte Arbeit und er nicht zuletzt bestrebt war, dass jeder Ton, jede Bewegung, einfach jede Nuance passt. “Er kennt seine Musik -was könnten wir mehr wollen?”, meint einer der Musiker anerkennend.

Die Musikdoku spielt zur Gänze auf und hinter der Probebühne, auf einen Off-Kommentar wird größtenteils verzichtet. Nur zweimal wird Jacksons Stimme eingespielt, wobei nicht klar wird, ob diese Passagen vor Ort oder schon früher einmal aufgenommen wurden. Doch zu Beginn versichert ein Insert, dass alle Aufnahmen zur Gänze aus der Zeit zwischen April und Juni stammen und aus ungefähr hundert Stunden Filmmaterial von den Arbeiten hinter den Kulissen zusammengeschnitten wurden. Das Gerücht, dass manche Szenen mit den Tänzern erst im Nachhinein gedreht wurden, scheint nach dem Film jedenfalls nicht wirklich haltbar.

Das Werk, das so ziemlich mit allen großen Hits von Jackson aufwartet und neue Video-Sequenzen zu “Thriller” oder “They don’t really care about us” zeigt, ist Jacksons Kindern gewidmet. In 18.000 Kinos weltweit wird der Film für zwei Wochen gezeigt -“wenn er gut läuft, vielleicht aber auch länger”, wie ein Sony-Vertreter in Wien sagte. Der Konzern, der 60 Millionen US-Dollar (40 Millionen Euro) für die Rechte an den Aufnahmen bezahlt hat, hofft auf Einnahmen von 250 Millionen US-Dollar allein in den ersten fünf Tagen. Bereits erschienen ist eine Musik-Doppel-CD zum Film, die DVD von “This Is It” soll jedoch frühestens im ersten Quartal 2010 erscheinen.

Fazit: 111 Minuten Michael Jackson hautnah. Für alle Fans ein Muss, für “bloße” Musikliebhaber ein etwas langes “Backstage Video”.

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