Theater trauert um zwei Mitglieder

Theater in der Josefstadt
Theater in der Josefstadt
Das Theater in der Josefstadt beklagt den Tod seines ehemaligen Ausstattungsleiters Wolfgang Müller-Karbach und des Ex-Ensemblemitglieds Wolfgang Litschauer.

Das Theater in der Josefstadt trauert um zwei wichtige Mitglieder des Hauses, die in den vergangenen Tagen verstorben sind: Gestern, Mittwoch (27.10.) ist Wolfgang Müller-Karbach, der 25 Jahre lang technischer Leiter und Ausstattungsleiter des Hauses war, nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren in Wien gestorben. Bereits am 20. Oktober verstarb der Schauspieler Wolfgang Litschauer, 1981-1999 Ensemblemitglied des Hauses, nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren ebenfalls in Wien.

Wolfgang Müller-Karbach wurde am 31. Juli 1929 geboren. Er absolvierte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien und war später Lehrbeauftragter für Bühnentechnik an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Seit 1962 war er Professor für Bühnenbild am Max-Reinhardt-Seminar. Von 1972 bis 1997 war Müller-Karbach technischer Direktor und Ausstattungsleiter des Theaters in der Josefstadt und wurde 1997 Ehrenmitglied des Hauses. Zu seine wichtigsten Ausstattungen zählen die Erstaufführungen von Per Olov Enquists „Die Nacht der Tribaden“ (1977) und von Christopher Hamptons „Gefährliche Liebschaften“ (1987). Seine letzte Arbeit für das Theater in der Josefstadt war die Kammerspiele-Produktion „Weekend im Paradies“ im Jahr 2000.

Der Schauspieler Wolfgang Litschauer wurde am 10. Juni 1925 geboren. 1953 spielte er in „Kapitän Brassbounds Bekehrung“ erstmals am Theater in der Josefstadt. Als Ensemblemitglied in den achtziger und neunziger Jahren spielte er u.a. in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (1983), in Shaws „Die heilige Johanna“ (1986), „Einen Jux will er sich machen“ (1989), „Der Widerspenstigen Zähmung“ (1992), „Der Verschwender“ (1999).

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