Theater an der Wien: Umbau soll mehr Beinfreiheit bringen

©© Theater an der Wien
Als "Mozart-Opernhaus" stellt man sich mit "Mitridate" und der Wiederaufnahme der aus 2006 stammenden "Don Giovanni"-Erfolgsproduktion von Keith Warner unter Beweis.

Zweite Sommerproduktion ist ab 2.7.2009 Rossinis “Il Turco in Italia” (Neueinstudierung einer Inszenierung von Christof Loy, Fabio Luisi dirigiert).

Die zwei Tanzprojekte gelten “Tod in Venedig” von John Neumeier mit Musik von Bach und Wagner (Gastspiel des Hamburg Balletts ab 30.1.2009) sowie einer für Juni 2009 geplanten Uraufführung, über die Geyer noch nichts Konkretes verraten wollte.

In der “Hölle” im Untergeschoß ist ab 4.10. “Der bekehrte Wüstling” sowie ab 14.3.2009 ein Projekt von Michael Sturminger und Bernhard Lang zum Geburtstagskind Haydn zu sehen. Als “Neustart” (Geyer) mit dem Klangforum Wien gibt es in Vorbereitung der für 2009/10 geplanten Uraufführung einer Kalitzke-Oper nach Witold Gombrowicz’ “Die Besessenen” am 14.12. die konzertante Aufführung von Salvatore Sciarrinos “Die tödliche Blume”. Auch die junge russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach bereitet im Auftrag des Theaters an der Wien für 2010/11 ihre an Gogol orientierte erste große Oper vor, mit Goran Bregovic spricht man über eine Gipsy-Oper. Seine stilistische Offenheit bei Aufträgen habe allerdings auch Grenzen, betonte Geyer: “Herrn Ambros etwa werden wir aber nicht beauftragen.”

Der designierte und ab 1. Juli amtierende künftige Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), Thomas Drozda, absolvierte vor der Presse seinen ersten gemeinsamen Auftritt mit Geyer. Er erlebe im gesamten VBW-Konzern höchste Professionalität und gute Stimmung, mit dem Burgtheater verbinde das Theater an der Wien die gelungene Verbindung aus weit zurückreichender Tradition und Zeitgenossenschaft: “Ich komme aus der Champions League und bleibe in der Champions League.”

Als konkrete Vorhaben für das Theater an der Wien nannte Drozda die Absicht, eine neues, junges Zielpublikum anzusprechen, mit mehr Abos die Stammkundenbindung zu erhöhen (bis 30. April gibt es einen Frühbucherbonus von bis zu 30 Prozent), Intensivierung des Sponsorings (Agrana hat den Hauptsponsor-Vertrag bis 2011 verlängert) sowie Service- und Komfortverbesserungen. Erster Schritt: Im Sommer wird das gesamte Parkett umgebaut, 500 Plätze sollen künftig erheblich mehr Beinfreiheit bieten. Dennoch sollen dabei nur rund 30 Plätze verloren gehen. Ein großer Wunsch Geyers für die Zukunft ist ein (nur durch Extra-Subvention finanzierbarer) Umbau für die bessere Kulissen-Einbringung von der Lehargasse, mit der man raschere Auf- und Abbauzeiten erreichen könne.

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