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"The Book of Eli": Denzel Washington am "Highway des Todes"

Wir schreiben das Jahr 2044. Jahrzehnte nach einer unaussprechlichen Katastrophe herrscht auf der Welt Gewalt und Elend. Rettung verspricht ein Buch, dass Eli (Denzel Washington) in einsamer Wanderschaft in Richtung Westen trägt. In einer kleinen Wüstenstadt droht seine Mission zu scheitern. Der mit Action gespickte Postapokalypse-Western "The Book of Eli" läuft am 19. Februar in den Kinos an.

Die Stadt wird regiert vom melancholisch-cholerischen Carnegie (Gary Oldman), Herr über rar gewordene Wasservorräte und eine brutale Gang. Auch er ist auf der Jagd nach dem Buch, dessen Titel die längste Zeit ungenannt bleibt – ein goldenes Kreuz am Buchdeckel und einschlägige Zitate, die Eli im Mund führt, lassen aber keine Zweifel offen. Ein Showdown zwischen den beiden ist unausweichlich.

Das US-Regie-Brüderpaar Allen und Albert Hughes (“From Hell”, 2001) inszeniert in seiner fünften gemeinsamen Arbeit eine Welt, in der Menschen und Menschlichkeit weitgehend ausgelöscht sind. In kalte Farben getaucht, wandert Eli auf den Überresten einer Straße durch die leblose Wüste. “Wir nannten Elis Strecke den ‘Highway des Todes'”, erzählt Albert Hughes von den Dreharbeiten. Wracks, Ruinen und nach Menschenfleisch dürstende Banden säumen den Weg.

Eli hilft sich mit Machete und effizienter Straßenkampftechnik. Die jahrelange Wanderschaft hat auch ihn zur Maschine gemacht. Durch Carnegies Ziehtochter Solara (Mila Kunis, “Nie wieder Sex mit der Ex”, 2008) lernt er jedoch, dass er die Worte seines Buches nicht nur zitieren, sondern auch leben muss. Solara wird den anfangs abweisenden Wanderer an sein Ziel führen.

TheBookofEli” erinnert an Cormac McCarthys gefeierten und bereits verfilmten Roman “Die Straße”. Er fällt mit seiner simplen Gegenüberstellung von Gut und Böse aber weit hinter McCarthys wohlüberlegte Beschreibung der kleinen Gesten zurück, in denen sich Zivilisation noch in einer völlig kaputten Welt zeigen kann. Mit dem religiösen Subtext werfen die Hughes-Brüder weitere Bälle in die Luft, die sie in einer lächerlichen Schlussszene aufzufangen versuchen.

Ein kampferprobter Held mit rätselhafter Mission vor alptraumhafter Kulisse und stark besetzt bis in die Nebenrollen (u.a. Tom Waits, Jennifer Beals, Malcolm McDowell) – eigentlich wären alle Zutaten vorhanden, doch “TheBookofEli” hinterlässt den Eindruck eines mit Sinnfragen verbrämten, mäßigen Action-Westerns.

Der Trailer:

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