Testamentsfälschungen: Anklage gegen neun Personen

Dornbirn - Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat am Montag in der Testamentsaffäre am Bezirksgericht Dornbirn Anklage gegen neun Personen erhoben.
Staatsanwaltschaft ermittelte fast zwei Jahre
Prozess nach Salzburg verlegt
Verteidiger wendet sich an OGH
Das Ermittlungsverfahren gegen einen weiteren Beschuldigten sei aus Beweisgründen eingestellt worden, teilte die Behörde in einer Aussendung mit. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat außerdem den Antrag eingebracht, das Strafverfahren gegen die neun Personen gemeinsam mit dem Verfahren gegen die aktive Richterin Cornelia Ratz zu führen, für das das Landesgericht Salzburg zuständig ist.

Damit sind nach fast zwei Jahren Ermittlungsarbeit die Erhebungen in der Causa zum Ende gelangt. Vier Justizmitarbeiter am Bezirksgericht Dornbirn und weitere Angeklagte sollen zwischen 2001 und 2008 in 20 Verlassenschaftsverfahren Testamente und Verträge manipuliert haben, um sich und Angehörige zu bereichern. Der angerichtete Gesamtschaden liegt laut Anklageschrift bei rund zehn Mio. Euro. Als Hauptvorwurf gegenüber den Drahtziehern resultiert gewerbsmäßiger schwerer Betrug und Missbrauch der Amtsgewalt.

Auch die seit 25. Februar 2010 suspendierte Richterin des Landesgerichts Feldkirch, Cornelia Ratz, soll in die Affäre verwickelt sein. Ihr Fall wurde wegen Befangenheit an die Staatsanwaltschaft Steyr abgegeben. Mitte April 2011 wurde bekanntgegeben, dass Ratz wegen Amtsmissbrauchs und wegen des Vergehens der Fälschung besonders geschützter Urkunden unter Ausnützung einer Amtsstellung angeklagt wird. Das Verfahren wurde vom Obersten Gerichtshof (OGH) an das Landesgericht Salzburg delegiert.

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