Test zeigt: Akustik-Spielwaren enthalten oft Schadstoffe

Sprechende Plüschtiere sind zur Weihnachtszeit besonders beliebt.
Sprechende Plüschtiere sind zur Weihnachtszeit besonders beliebt. ©pixabay.com (Sujet)
Gerade zur Weihnachtszeit sind singende Puppen und sprechende Plüschtiere besonders beliebt. Ein Test des VKI hat nun jedoch gezeigt, dass viele dieser Spielwaren Schadstoffe enthalten.

Singende Puppen, sprechende Plüschtiere und lärmende Fabelwesen sind zur Weihnachtszeit Verkaufsschlager. In einem Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und der deutschen Stiftung Warentest erwiesen sich aber Schadstoffe als Spielverderber: Erzeugnisse, die Naphthalin, Nitrosamine und weitere potenziell gefährliche Substanzen enthalten, gehören nicht in Kinderhände, wurde gewarnt.

Spielwaren erfüllen dennoch rechtliche Vorgaben

Von 23 Produkten schnitten sieben mit "weniger zufriedenstellend" bzw. "nicht zufriedenstellend" ab. Allerdings erfüllten alle Spielwaren die rechtlichen Vorgaben, auch was die kritisierten Stoffe betrifft. Die Konsumentenschützer wenden aber "aus Vorsorgegründen" strengere Kriterien als der Gesetzgeber an. Dass diese leicht eingehalten werden können, "beweisen die 16 anderen getesteten Figuren", in denen entweder keine Schadstoffe nachgewiesen wurden bzw. nur in geringer Konzentration, wird argumentiert.

Am häufigsten stießen die Tester auf Naphthalin. Die zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zählende Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. "Im Drachen Ohnezahn von Spin Master, im Roboter Marvin von Revell, in der Eiskönigin Elsa von Hasbro und im Esel Emmi von Sterntaler fanden wir kritische Mengen davon; ebenfalls hoch belastet war die Plüsch-Katze von Vtech", berichtete der VKI am Mittwoch.

Ein hoher PAK-Gehalt sei auch im Textil des Reißverschlusses von Theodor mit Lautsprecher der Marke Nici festgestellt worden. "Im Baby Lea von IMC Toys fanden wir hohe Mengen an Nitrosaminen. Einige dieser Verbindungen sind krebserzeugend und können sich lösen, wenn man das Spielzeug in den Mund nimmt." Ein "nicht zufriedenstellend" wurde aber nicht vergeben, weil die Schadstoffe im Ärmelgummiband der Puppe stecken, das man nur mit Mühe mit dem Mund erreichen könne.

Keine Bestandung bei der Technik

Nichts zu beanstanden gab es bei der Technik: Bei keiner Figur lösten sich leicht zu verschluckende Kleinteile, kein Spielzeug war zu laut, auch heiß laufende Batterien oder zu grelle LEDs wurden nicht festgestellt.

Keine Probleme gab es bei drei untersuchten Produkten, die per Apps steuerbar sind und über Bluetooth-Schnittstellen verfügen. Weder bei Bouncin Babies Bonny von Simba noch bei Einhorn Theodor von Nici und My First Robot von Tinkerbots fanden die Tester Hinweise auf Schwachstellen bei der Datensicherheit.

(APA/Red)

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