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Terrorist des 11. September festgenommen

Einer der weltweit meistgesuchten Terroristen mit Verbindungen nach Deutschland ist nach Informationen amerikanischer Fernsehsender in Pakistan festgenommen worden.

Ramzi Binalshibh befinde sich in Deutschland in US-Gewahrsam, berichtete der US-Sender ABC am Freitag. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete dagegen unter Berufung auf US-Regierungskreise, Binalshibh werde in Pakistan von den Behörden festgehalten. Auch der US-Sender NBC berichtete von der Festnahme. Die US-Bundespolizei FBI und der US-Geheimdienst CIA wollten die Berichte zunächst nicht kommentieren, aber laut Nachrichtenagentur Associated Press (AP) sei die Verhaftung bereits von US-Vertretern bestätigt worden.

Binalshibh hatte in Hamburg mit dem Anführer der Flugzeugentführer, Mohammed Atta, zusammengewohnt. Er setzte sich am 5. September vergangenen Jahres ins Ausland ab. Zehn Tage nach den Anschlägen erließ der deutsche Generalbundesanwalt Haftbefehl gegen den 30-Jährigen, „wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des mehrtausendfachen Mordes und anderer schwerer Straftaten“.

Nach Angaben der Amerikaner hatte Binalshibh viermal vergeblich versucht, ein Visum für die USA zu bekommen. Einer der 19 Flugzeugentführer hatte ihn bereits in einer Flugschule in Venice in Florida angemeldet. Deshalb gehen die Behörden davon aus, dass Binalshibh möglicherweise als 20. Entführer vorgesehen war. Er soll von Hamburg aus maßgeblich an der Vorbereitung der Terroranschläge beteiligt gewesen sein.

Der arabische Fernsehsender Al Jazeera hatte erst am Donnerstag ein Interview mit Binalshibh ausgestrahlt, in dem der 30-Jährige die Strategie des Terrornetzwerks El Kaida darlegte. Im Namen der Organisation bekannte er sich auch erstmals öffentlich zu den Terroranschlägen auf den US-Zerstörer „USS Cole“ im Hafen von Aden und auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania. In Aden waren im Oktober 2000 bei einem Anschlag 17 US-Soldaten ums Leben gekommen. Im August 1998 starben in Nairobi und in Daressalam 224 Menschen, 5.000 wurden verletzt. Nach Angaben des arabischen Senders wurde das Interview im Juni in der pakistanischen Hafenstadt Karachi aufgezeichnet.

Bereits einen Tag vor Ramzi Binalshibh ist offenbar ein anderes führendes Mitglied des mutmaßlichen Terrornetzwerks El Kaida in Pakistan festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus dem Umfeld des pakstianischen Geheimdienstes erfuhr, wurde der Mann am Dienstag ebenfalls in der südlichen Hafenstadt Karachi gefasst. Nach Angaben eines Informanten fingen Sicherheitskräfte ein Telefongespräch ab und nahmen bei einer anschließenden Razzia drei Menschen fest, einen „Leutnant“ von El-Kaida-Chef Osama bin Laden, einen „weiteren Araber“ und einen Mann, der im Besitz eines pakistanischen Passes gewesen sei.

Zuvor hatte der pakistanische Innenminister Moinhuddin Haider die Festnahme Binalshibhs bestätigt, eines der mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September. Der 30-Jährige sei am Jahrestag der Terroranschläge gemeinsam mit mehreren Komplizen festgenommen worden und werde derzeit vom pakistanischen Geheimdienst verhört.

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