Terror-Prozess - Mohamed M. bekannte sich "nicht schuldig"

Mohamed M. bekannte sich zu sämtlichen Anklagepunkten - Bildung bzw. Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung, Bildung bzw. Teilnahme an einer kriminellen Organisation, Nötigung eines verfassungsmäßigen Vertretungskörpers, versuchte schwere Nötigung und Aufforderung zu einer mit Strafe bedrohten Handlung - "nicht schuldig".

Was er gemacht habe, werde “weit übertrieben” dargestellt. Mit der Entstehung des “Droh-Videos” habe er nicht das Geringste zu tun, versicherte der 22-Jährige.

Er habe für die “Globale Islamische Medienfront” (GIMF) aus politischer Überzeugung Übersetzungstätigkeiten übernommen und “Arbeit, um etwas Schlimmes zu verhindern” übernommen, gab der Angeklagte zu Protokoll. Daneben habe er sich um Exklusiv-Interviews bemüht.

Mit terroristischen Anschlägen habe er jedoch nichts am Hut, versicherte er. Das Video, in dem Österreich nahe gelegt wurde, seine Soldaten aus Afghanistan abzuziehen, habe er nicht mitgestaltet. Im Vorfeld habe er lediglich von einem bei der GIMF registrierten User zweimal einen Text zugespielt bekommen, in dem er Passagen markiert und gewarnt habe, diese nicht zu veröffentlicht, weil sie “dumm” seien. Den Text der Video-Botschaft habe er weder mitgestaltet noch überarbeitet: “Ich habe kein Wort, keinen Buchstaben geschrieben! Ich wusste nicht, dass es ein Video wird.”

Auf Vorhalt des Richters, dass er vor der Polizei noch eine intensivere Beteiligung zugegeben hatte, meinte Mohamed M., er sei damals unter Schock gestanden. Außerdem habe man ihn bei seiner Festnahme geschlagen und ihn eine Woche lang nicht ordentlich schlafen lassen.

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