Terror im Westen des Irak: Kinder erschossen

Im Westen des Irak fassen zunehmend wieder Terroristen Fuß. Am Freitag drangen in Bagdads Vorort Abu Ghraib mehrere bewaffnete Männer in das Haus eines Mannes ein, der als Fahrer für das Wasserministerium arbeitete. Sie töteten ihn, seine schwangere Ehefrau und die beiden sieben und neun Jahre alten Söhne.

In der benachbarten Ortschaft Arab Jaloub starben vier Menschen, als ihr Haus von einer Rakete getroffen wurde.

Die US-Armee hatte die Al-Kaida-Terroristen vor rund drei Jahren mit Hilfe von lokalen Bürgerwehren aus der Region westlich von Bagdad vertrieben. Seit einigen Monaten nehmen die Anschläge jedoch wieder zu. Der Terror richtet sich hauptsächlich gegen Angehörige der Sicherheitskräfte und ihre Familien. In Bagdad nahmen die Sicherheitskräfte nach Aussage eines Militärsprechers vom Freitag mehrere Mitglieder einer Splittergruppe militanter sunnitischer Terroristen fest.

In der nördlichen Kleinstadt Tuz starben am Freitag fünf Menschen, als eine Autobombe neben dem Haus eines Stellvertreters des Gouverneurs der Provinz Salaheddin explodierte. Nach Angaben der Polizei wurden 44 Menschen verletzt.

In der zentralen Moschee der schiitischen Pilgerstadt Kerbala rief der Prediger vor Tausenden von Gläubigen zu einer schnellen Regierungsbildung auf. Die Verzögerungen seit der Parlamentswahl vom 7. März hätten bei den Bürgern “Besorgnis und Angst” ausgelöst. Die Parteien sollten endlich von ihren Maximalforderungen abrücken und sich um eine Einigung bemühen, sagte er.

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