Termin Ashtons in Österreich-Botschaft ärgert Iran

Das iranische Außenministerium hat am Montag die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wegen Gesprächen mit Menschenrechtsaktivistinnen während ihrer Iran-Reise kritisiert - und die österreichische Botschaft, in der das Treffen stattfand. Laut der iranischen Außenamtssprecherin Marzieh Afkham war das Treffen nicht vom iranischen Außenministerium koordiniert worden.


Der Vorfall sei der geplanten Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Iran und der EU jedenfalls nicht förderlich, sagte Afkham der Nachrichtenagentur IRNA zufolge. Ashton selbst hatte am Sonntag gesagt, sie habe sich anlässlich des Weltfrauentages mit iranischen Frauen getroffen. Laut der Nachrichtenagentur Fars sprach sie mit Dissidentinnen, die 2009 in die Demonstrationen gegen das Regime verwickelt waren, darunter die Frauenaktivistin Narges Mohammedi.

Im österreichischen Außenministerium bestätigte man das Treffen am Montagabend gegenüber der APA, wollte sich jedoch nicht zu möglichen Reaktionen auf die iranische Kritik äußern. Ministeriumssprecher Martin Weiss betonte, es habe sich um ein “informelles” Treffen gehandelt.

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