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Teilnachlass von Lotte Tobisch geht an Wienbibliothek im Rathaus

Teile des Nachlasses von Lotte Tobisch befinden sich nun in der Wienbibliothek.
Teile des Nachlasses von Lotte Tobisch befinden sich nun in der Wienbibliothek. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Die im Vorjahr verstorbene Schauspielerin Lotte Tobisch hat Teile des Nachlasses an die Wienbibliothek im Rathaus vermacht. Darin sind unter anderem Fotoalben, Ansichtskarten und Briefwechsel enthalten.

Teile des Nachlasses der im Vorjahr verstorbenen Schauspielerin Lotte Tobisch (1926-2019) befinden sich nun in der Wienbibliothek im Rathaus: Das Konvolut umfasst 14 Archivboxen, darüber hinaus wurden der Bibliothek drei Boxen mit einem Teilnachlass von Tobischs einstigem Lebenspartner, dem Schriftsteller und Dramaturgen Erhard Buschbeck (1889-1960), übergeben.

Tobisch war als "Grande Dame" des Opernballs bekannt

"Die darin enthaltenen Briefe, Postkarten, Adress- und Fotobücher dokumentieren auf eindrucksvolle Weise ein Leben zwischen bunter Populär- und intellektueller Hochkultur", heißt es seitens der Wienbibliothek. Tobisch war einer breiten Öffentlichkeit vor allem als "Grande Dame" des Opernballs bekannt, den sie von 1981 bis 1996 organisiert hat. Neben dem Gesellschaftsleben rund um den Opernball beleuchten die Dokumente aber auch Tobischs soziales und gesellschaftspolitisches Engagement. Weiters findet sich im Nachlass der Briefwechsel mit dem Philosophen Theodor W. Adorno (rund 290 Briefe, Ansichtskarten und Telegramme).

Ab 1962 verfasste Lotte Tobisch für verschiedene Wochenzeitschriften Artikel über Literatur: Die Korrespondenzen im Nachlass belegen laut Wienbibliothek, dass sie darüber hinaus auch mit Größen des geistigen und kulturellen Lebens verbunden und befreundet war, darunter u.a. Carl Djerassi, Udo Jürgens, Christine Lavant, Luciano Pavarotti, Friedrich oder Carl Zuckmayer.

Teilnachlass auch für die Forschung relevant

"Am Bestand einer Persönlichkeit wie Lotte Tobisch zeigt sich, dass es keine eindeutige Grenze zwischen einer sogenannten 'High Society' und einer intellektuellen Hochkultur gibt", betont Wienbibliothek-Direktorin Anita Eichinger. "Für die Forschung relevant ist sicherlich auch, dass durch diesen Teilnachlass einmal mehr zahlreiche Verbindungslinien zu den bereits in der Wienbibliothek im Rathaus vorhandenen Beständen gezogen werden können, z. B. zu den Nachlässen von Günther Hamann, Fritz Hochwälder, Ernst Lothar, Marcel Prawy, Friedrich Torberg oder Hans Weigel."

"Es freut mich außerordentlich, dass Lotte Tobisch darauf bestanden hat, dass diese wichtigen Dokumente ihres facettenreichen Lebens der Wienbibliothek im Rathaus überantwortet werden. Dieser Nachlass ist für das kulturelle Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner*innen von Bedeutung, weshalb wir der wissenschaftlichen Aufarbeitung mit großem Interesse entgegenfiebern", zeigt sich Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) erfreut.

(APA/Red)

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