Tödlicher Arbeitsunfall in Wien Hietzing

Bei einem Arbeitsunfall im Bereich der Großbaustelle des Lainzer Tunnels in Wien-Hietzing ist am Dienstag kurz nach Mitternacht ein Arbeiter getötet worden. Der 53-jährige wurde von einem Betonmischfahrzeug erdrückt.

Der Lenker dürfte den Mann beim Zurückschieben übersehen haben. Das Opfer ist seinen Verletzungen noch am Unfallort erlegen. Der Unfallverursacher hat einen Nervenzusammenbruch erlitten und konnte laut Polizei bis dato nicht einvernommen werden.

Die gerichtsmedizinische Obduktion am Dienstag hat ein Brustkorbtrauma als Todesursache ergeben. “Die Leiche weist im linken Brustbereich mehrere Prellungen auf”, sagte Polizeisprecherin Karin Strycek. Der genaue Unfallhergang und ob es sich um menschliches Versagen oder ein technisches Gebrechen handelte, blieb Gegenstand der Ermittlungen.

Der Mischwagenfahrer konnte zum Unfallhergang noch nicht befragt werden. Der Verunglückte war der Lenker eines hinter ihm stehenden Pumpwagenfahrzeugs, in das der Beton geleert werden sollte. “Laut Bauleiter müsste der Mischwagenfahrer so weit zurückschieben, wie der Pumpwagenfahrer anzeigt”, berichtete Strycek. Dann müsse dieser aussteigen und hinter sein Fahrzeug gehen. Im aktuellen Fall war es aber so, dass nicht der Mischwagenlenker ausstieg, sondern der Pumpwagenfahrer dahinter den Hebel auf der Rückseite des Unfallfahrzeuges bedient hat. Was sich dann genau ereignete, war vorerst noch unklar.

Ein technisches Gebrechen könnte nicht ausgeschlossen werden. Die Begutachtung des Fahrzeugs sollte nähere Aufschlüsse bringen, weitere Erhebungen sind im Gang. Die Bauarbeiten wurden inzwischen wieder aufgenommen.

Ereignet hat sich der Unfall im Abschnitt Klimtgasse gegen 1.15 Uhr, etwa 45 Meter unter Tag in einem etwa 500 Meter langen Tunnel. Der Verunglückte wurde von der Feuerwehr geborgen.

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