Taxi-Reform: WienTourismus präsentiert das perfekte Taxi

WienTourismus präsentierte das perfekte Taxi
WienTourismus präsentierte das perfekte Taxi ©APA/WIENTOURISMUS/GERHARD WEINKIRN
Die Taxiinnung und der WienTourismus reagieren nun auf das schlechte Ergebnis der Wiener Taxler beim ADAC-Test. Zu den Maßnahmen gehört die Präsentation eines perfekten Taxis und der Einsatz von Taxi-Detektiven.
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Nach dem schlechten Ergebnis beim europaweiten Taxi-Qualitätstest des ADAC will die Taxiinnung nun aktiv werden. Bei der Wiener Tourismuskonferenz 2011 präsentierte der WienTourismus unter dem Motto “Ein Taxi, so schön, wie die Stadt, in der es fährt” nun das ideale Taxi, das einer Weltstadt und Tourismusmetropole entsprechen soll. Dazu ließ man am Vorplatz des Musikvereins, in dem die Wiener Tourismuskonferenz 2011 stattfand, zwei als “WienTaxi” gebrandete Mercedes-Limousinen auffahren.

Die beiden Taxis verfügten auch über entsprechend gekleidetes Fahrpersonal, das Flugblätter verteilte, in denen Anforderungen an Service und Qualifikation von Taxi-Fahrern unmissverständlich aufgelistet waren: gepflegte Autos, gepflegte und höfliche Fahrer, zuverlässige Kreditkartenterminals sowie die Zweisprachigkeit und Ortskundigkeit des Fahrpersonals. Damit reagiert man auf umfassende Tests, die im Juli und August durchgeführt wurden und die Missstände bei rund einem Viertel aller Fahrten sowie Nachholbedarf in allen betroffenen Bereichen ergaben. Eine umfassende Reform wird nun gefordert – von der Ausbildung der Fahrer bis zum Zustand der Autos. Damit sollen „schwarze Schafe“, welche die ganze Branche in Misskredit bringen, erfolgreich ausgemerzt werden.

Wiener Taxler werden künftig “ausspioniert”

Als konkrete Maßnahme zur Verbsserung soll Mystery-Shopping eingesetzt werden. Dabei sollen sich schon bald Berufsdetektive undercover von Taxis durch die Stadt chauffieren lassen und Missstände dokumentieren. Bei groben Verfehlungen droht betroffenen Lenkern der Verlust ihrer Lizenz. Bei den mangelhaften Englischkenntnissen vieler Taxler sieht die Taxiinnung allerdings keinen Handlungsbedarf.

Das Mystery-Shopping befindet sich momentan noch in der Koordinierungsphase. “Wir nehmen dafür viel Geld in die Hand”, versicherte Christian Gerzabek, Fachgruppenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer. Die erste Tranche ist mit 40.000 Euro budgetiert. Die Profischnüffler sollen zu einer permanenten Einrichtung werden, um dauerhafte Qualitätskontrolle zu garantieren. Dieser Schritt sei bereits vor Veröffentlichung des Tests beschlossen worden, meinte Gerzabek in einer Pressekonferenz. Der erheblichen Defizite bei den Lenkern sei man sich bewusst, doch die Reform der Taxiprüfung von 2010 habe schon einiges verbessert.

Das perfekte Taxi

Bei der Wiener Tourismuskonferenz 2011 präsentierte der WienTourismus unter dem Motto “Ein Taxi, so schön, wie die Stadt, in der es fährt” nun das ideale Taxi, das einer Weltstadt und Tourismusmetropole entsprechen soll. Dazu ließ man am Vorplatz des Musikvereins, in dem die Wiener Tourismuskonferenz 2011 stattfand, zwei als “WienTaxi” gebrandete Mercedes-Limousinen auffahren.

Die beiden Taxis verfügten auch über entsprechend gekleidetes Fahrpersonal, das Flugblätter verteilte, in denen Anforderungen an Service und Qualifikation von Taxi-Fahrern unmissverständlich aufgelistet waren: gepflegte Autos, gepflegte und höfliche Fahrer, zuverlässige Kreditkartenterminals sowie die Zweisprachigkeit und Ortskundigkeit des Fahrpersonals. Damit reagiert man auf umfassende Tests, die im Juli und August durchgeführt wurden und die Missstände bei rund einem Viertel aller Fahrten sowie Nachholbedarf in allen betroffenen Bereichen ergaben. Eine umfassende Reform wird nun gefordert – von der Ausbildung der Fahrer bis zum Zustand der Autos. Damit sollen „schwarze Schafe“, welche die ganze Branche in Misskredit bringen, erfolgreich ausgemerzt werden.

Konkurrenz für Wiens Taxis

Durch die Nacht-U-Bahn, die nun auch am Wochenende fährt, haben die Taxler mit großer Konkurrenz zu kämpfen – zusätzlich zu jener aus den eigenen Reihen. Denn die 2.500 Unternehmer, die mit 4.500 Taxis ihre Fahrgäste durch Wien chauffieren, kämpfen gegeneinander um 12 Millionen Fahrten pro Jahr.

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