Tausende Gläubige trotzten dem nasskalten Wetter

Rund 4.000 Menschen haben am Feiertag in Wien einen Kontrapunkt zum Weihnachtsgeschäft am 8. Dezember gesetzt. Die Gläubigen versammelten sich bei strömendem Regen auf dem Platz Am Hof bei der Mariensäule und zogen dann mit Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn zum Stephansdom.

Schönborn kritisierte vor den Gläubigen, dass der Marienfeiertag in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf dem Altar des Weihnachtsgeschäftes” geopfert worden sei. Er erinnerte daran, dass dieser Feiertag schon während nationalsozialistischer Zeit abgeschafft worden sei, ehe man ihn im Jahr 1955 nach der “größten Volksabstimmung der Zweiten Republik” wieder einführte. Vier Jahrzehnte später wurde auf Druck des Handels die Möglichkeit der Ladenöffnung für den 8. Dezember gesetzlich eingeführt.

Maria Empfängnis ist der einzige gesetzliche Feiertag, an dem die Geschäfte in Österreich offen halten dürfen. Begründet wird diese Ausnahme mit der Furcht vor einem Kaufkraftabfluss in die Nachbarländer inmitten des für den Einzelhandel besonders wichtigen Weihnachtsgeschäfts. Einige Einzelhändler, allen voran der größte Lebensmittelhändler Billa, halten ihre Geschäfte am 8. Dezember aber freiwillig geschlossen.

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