Tausende El-Kaida-Kämpfer entkommen

Tausende El-Kaida-Kämpfer sind nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Rolf Tophoven von Afghanistan ins Ausland gelangt und bereiten dort weitere Anschläge vor.

Mindestens 3000 Kämpfer seien entkommen, sagte Tophoven der „Bild am Sonntag“ laut einer Voraus-Meldung. „Sie organisieren sich überall auf der Welt neu und bereiten weitere Terror-Akte vor.“ Die Kämpfer seien in Saudiarabien, Jemen, dem Libanon, dem Sudan und auf dem Balkan untergetaucht.

Auch in Deutschland lebten Kommandos im Untergrund, die fähig und bereit seien, terroristische Aktionen durchzuführen, sagte er unter Berufung auf das Bundeskriminalamt und den Verfassungsschutz. Die Zellen benötigten für ihre Anschläge kein Zentralkommando: „Sie werden von sich aus aktiv.“ Bisher sei kein einziges Mitglied des inneren Zirkels der Organisation gefangen worden. „Die US-Gefangenen in Guantanamo auf Kuba sind gerade mal zweite und dritte Garnitur von El Kaida“, sagte Tophoven. Die USA machen die El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden für die Anschläge vom 11. September verantwortlich. Die US-Armee hat in Afghanistan hunderte Kämpfer der Kaida und der Taliban gefangen und hält einen Teil von ihnen auf dem US-Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba fest.

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