Taubenplage: Wien hat neue Lösung?

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Wien -  Lieber die Taube am Dach als den Spatz in der Hand: Nach dieser Devise versucht die Stadt Wien nun auf unkonventionelle Weise der Taubenpopulation Herr zu werden. Geschätzt leben in Wien bis zu 150.000 Stadttauben.

In Meidling wird der gurrenden Plage bis Ende Juli ein eigener Taubenschlag errichtet, in dem die Vögel nicht nur witterungssichere Nistplätze finden, sondern auch frisches Wasser und Futter. Der Vorteil: Da sich die Ratten der Lüfte nicht nur nachts, sondern auch den größten Teil des Tages im Schlag aufhalten, fällt auch der Kot überwiegend dort an. Dank des artgerechten Futters und des frischen Wiener Hochquellwassers sollen die Vögel weitgehend gesund und parasitenfrei bleiben. Und nicht zuletzt werden gelegte Eier durch Attrappen ersetzt. Dank der aus brüterischer Sicht verlorenen Liebesmüh’ der Tauben soll mittelfristig die Population reduziert werden.

Tauben Asyl

In Meidling bietet zunächst Bezirksvorsteherin Gabriele Votava den Tauben Asyl am Dachboden ihres Amtshauses. Die regelmäßige Reinigung und Desinfizierung der Anlage übernimmt im Versuchsjahr ein Reinigungsservice. Dabei wird der städtische Taubenschlag wissenschaftlich beobachtet. Wenn im Frühjahr 2011 die Evaluierung abgeschlossen ist, soll – bei Erfolg – das Meidlinger Modell großflächig zum Einsatz kommen.

Initiiert wurde das Projekt von Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger (S). Ziel sei, die Verschmutzung durch Taubenkot, Lärm, Geruch und Fraßschäden sowie die Gebäudeschäden deutlich zu reduzieren. “Diese Problematik wollen wir jetzt mit einem innovativen Modell nachhaltig in den Griff bekommen,” erläuterte Frauenberger das Projekt am Mittwoch in einer Aussendung.

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