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Tarife wechseln: Vorsicht bei diesen Gebühren

Viele Mobilfunkanbieter arbeiten mit versteckten Gebühren.
Viele Mobilfunkanbieter arbeiten mit versteckten Gebühren. ©pixabay.com
Wer sich für einen neuen Handy- oder Internettarif entscheidet, achtet selbstverständlich auf die laufenden Kosten. Dabei lohnt es sich aber, auch einen Blick auf die einmal fälligen Gebühren zu werfen.
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Die Nebengebühren bei einem Handy- oder Internettarif können bis zu 27 Prozent der monatlichen Kosten ausmachen. tarife.at hat sich die einzelnen Kostenpunkte im Detail angesehen und zeigt auf, was häufig unbeachtet bleibt.

Die Liste der typischen Nebenkosten ist lang. Sie reicht von Aktivierungs-, Freischaltungs- oder Tarifwechselgebühren über Anschluss-, Herstellungs- oder Geräteaktivierungskosten, bis hin zu Profi-Installation, Service Pauschale, Starter-Set, verkürzte Laufzeit, Urheberrechtsabgabe, Wunschrufnummer oder Web-Bonus. Dazu kommen je nach Anbieter bis zu 30 Einzelgebühren, die nicht durch die Service-Pauschale abgedeckt werden.

Aktivierungsgebühr

Die Aktivierungsgebühr kann bei Vertragsabschluss im Extremfall einmalig bis zu 69,99 Euro kosten. 27,55 Prozent der verfügbaren Handytarife beinhalten diese Gebühr, die sich dann mit durchschnittlich 53,52 Euro zu Buche schlägt. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren ergibt das Zusatzkosten von 2,23 Euro im Monat.

Service Pauschale

Still und leise hat sich in den letzten Jahren auch die Service Pauschale eingeschlichen, die den Konsumenten bis zu 29,90 Euro im Jahr kostet. 30,9 Prozent der aktuellen Handytarife verrechnen diese wiederkehrende Gebühr. Während man derzeit durchschnittlich 26,59 Euro im Jahr bzw. 2,22 Euro im Monat dafür bezahlt, sind die Kosten seit 2016 jährlich um sechs Prozent gestiegen.

Verkürzte Laufzeit

Nur 55,6 Prozent der aktuellen Tarife werden tatsächlich monatlich abgerechnet. Demnach läuft ein großer Teil der Verträge nur über eine verkürzte Rechnungsperiode. Gut versteckt wird damit der Tarif öfter als einmal im Kalendermonat abgerechnet. Konkret werden 11 Prozent dieser Tarife alle 4 Wochen bzw. 28 Tage abgerechnet. Dadurch ergeben sich Mehrkosten von bis zu 8,6 Prozent. 25,9 Prozent der Tarife werden 30-tägig verrechnet, 4,14 Prozent jährlich und 1,7 Prozent alle 31 Tage. Selbst „willkürliche“ Zeiträume, wie 168 Tage oder 180 Tage, sind verfügbar.

Web-Bonus

9,4 Prozent der Tarife sind günstiger, wenn man sie online abschließt. Damit spart man durchschnittlich 38,88 Euro. Wer daher in den Shop geht bezahlt diesen Betrag andererseits daher für die entstandenen Vertriebskosten.

Wunschrufnummer

Bei ausgewählten Anbietern ist es möglich, sich die Rufnummer selbst auszusuchen. Hier wird dann in der Regel zwischen drei Kategorien „Normal“, „Gold“ oder „Platin“ unterschieden. Je nach Kategorie kann eine Wunschrufnummer schon einmal bis zu 1.000 Euro kosten.

Tarifwechselgebühr

Wer den Tarif ändert, muss nicht zwangsläufig zu einem anderen Anbieter wechseln. Häufig werden diese loyalen Kunden dann einmalig mit einer Tarifwechselgebühr zwischen 25 und 49,90 Euro zur Kasse gebeten. Die Kosten dafür sind davon abhängig, ob die Mindestvertragsdauer noch läuft bzw. ob man ein teureres oder günstigeres Tarifpaket wählt.

Urheberrechtsabgabe

Wer zum Tarif ein Smartphone nimmt, muss in Österreich die Urheberrechtsabgabe bzw. Leerkassettenvergütung gemäß Urheberrechtsgesetz begleichen. Manche Anbieter verrechnen dem Kunden diese drei Euro weiter, die anschließend an die Verwertungsgesellschaft gehen.

Nebenkosten für bis zu 27 Prozent der Kosten verantwortlich

Eine Analyse der letzten 100.000 Vergleiche auf tarife.at zeigt: Bis zu 27 Prozent der monatlichen Gesamtkosten sind auf die Nebenkosten zurückzuführen. Seriöse Vergleichsportale berechnen deshalb den Effektivpreis: Dieser umfasst alle Kosten inklusive Nebengebühren und Gutschriften, die in den ersten 24 Monaten nach Vertragsabschluss anfallen. Für die korrekte Berechnung berücksichtigt tarife.at zusätzlich noch die unterschiedlichen Abrechnungszyklen.

(red)

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