Tankkstellenräuber-Bande ausgehoben

Symbolfoto
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Eine Bande von Wettbüro- und Tankstellenräubern haben die Ermittler der Wiener Kriminaldirektion 1 jetzt ausgehoben - Organisator auf der Flucht - Junge Slowaken für „Jobs“ in Wien angeworben.

Die Gruppierung steht im Verdacht, seit Anfang Mai insgesamt 17 derartige Straftaten begangen zu haben. Sieben Verdächtige wurden ausgeforscht, fünf von ihnen befinden sich in Haft. Nach dem mutmaßlichen Organisator, dem 30-jährigen Mazedonier Remzi Pajaziti, fahndet die Exekutive, berichtete KD 1-Leiter Ernst Geiger am Montag bei einer Pressekonferenz.

Auf der Spur der Gruppe waren die Fahnder schon seit längerem. In der Nacht auf Freitag wurden nach einem Überfall auf ein Wettbüro in der Leopoldstädter Praterstraße zwei Verdächtige im Zuge der Alarmfahndung geschnappt. Ihre Einvernahmen und weitere Ermittlungen führten zu den anderen Mitgliedern der Gruppe.

Arbeitslose angeworben und nach Wien gebracht

Laut Geiger haben die in Wien ansässigen Organisatoren in der Slowakei junge Arbeitslose angeworben und sie nach Wien gelockt. Bei den slowakischen Verdächtigen handelt es sich durchwegs um Kickboxer, denen zunächst ein Profivertrag in der Bundeshauptstadt versprochen wurde. In Wien sagten ihnen die Organisatoren dann, worum es wirklich geht und kutschierten sie zu den Tatorten. Dort erteilten sie ihnen die Anweisungen und warteten auf die Räuber für die Flucht.

Mit Gaspistolen bewaffnet stürmten die jungen Männer elf Wettbüros und sechs Tankstellen. Von der Beute erhielten die unmittelbaren Täter nur einen Bruchteil. Den Löwenanteil behielten die Anstifter. Zuletzt kam es sogar vor, dass die Bande zwei Überfälle in einer Nacht verübte.

Geiger zufolge sind Raubzüge bei Wettbüros und Tankstellen in diesem Jahr ein immer größeres Kriminalitätsproblem geworden. Bisher 40 Überfälle auf Wettbüros und 21 auf Tankstellen seien deutlich mehr als in den Vergleichszeiträumen der vergangenen Jahre. Teilweise handle es sich dabei um Suchtgiftbeschaffungskriminalität, teilweise sind – wie im vorliegenden Fall – organisierte Gruppierungen verantwortlich. Diese gehen mitunter mit großer Brutalität vor, erklärte der KD 1-Chef.

Redaktion: Michael Grim

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