"Tag der Bildung": NEOS fordern digitalen "Fitnessplan" für Schulen

Der Ausbau des Internets an Schulen geht laut Künsberg Sarre zu langsam voran.
Der Ausbau des Internets an Schulen geht laut Künsberg Sarre zu langsam voran. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Für die Weiterbildung von Lehrern und den Umbau der Schulen sprachen sich die NEOS aus und forderten zum "Tag der Bildung" ein Digitalisierungspaket für Schulen.

Die NEOS begehen den 1. Mai traditionell als "Tag der Bildung" und haben am Samstag einen "digitalen Fitnessplan" für die Schulen gefordert. Unterstützt vom Bildungswissenschafter Christopher Hanzl von der FH Campus Wien forderte NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre didaktische Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer und den Umbau der Schulen: "Es nützt nichts, nur die Endgeräte auszuteilen und zusagen: mach was damit."

NEOS fordern Digitalisierungspaket für Schulen

Hanzl zeigte sich irritiert, dass die Schulen im ersten Lockdown überrascht waren, dass die direkte Übertragung klassischer Unterrichtsformen auf den Online-Unterricht nicht funktioniert. Denn die Hochschulen hätten schon länger Erfahrung damit gesammelt und Konzepte ausprobiert, die über das reine Streaming von Vorlesungen hinausgehen. "Vorlesungsaufzeichnungen sind ein bisschen die Sahelzone der Didaktik", sagte Hanzl. Für Lehrerinnen und Lehrer brauche es entsprechende Weiterbildungsangebote, für Schulen neue Räumlichkeiten.

Künsberg Sarre forderte daher einen digitalen "Fitnessplan" für Schulen mit digitaldidaktischer Bildung für Lehrerinnen und Lehrern und neuen Räumen für neue Unterrichtsformen. Die für Herbst angekündigte Verteilung von Notebooks und Tablets an die fünften und sechsten Schulstufen reiche nicht aus. Auch der Ausbau des Internets an Schulen bis 2023 sei zu langsam. "Wir erkennen keinen ambitionierten Plan", kritisierte sie die Regierung.

40 Millionen Euro für WLAN-Ausbau an Wiener Schulen

Warum die in Wien mitregierenden NEOS das Weiterbildungsangebot dort nicht selbst auf die Beine stellen, erklärte Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr damit, dass es sich dabei um einen bundesweiten Rahmen handle. Allerdings nehme Wien 40 Mio. Euro für den WLAN-Ausbau an den Schulen in die Hand. Und bei Schulneubauten plane Wien das digitale Lernen von Anfang an mit ein.

Digitalisierungspotenzial sieht Wiederkehr auch in der Elternarbeit - konkret durch die im März angekündigten Videodolmetscher für Online-Elternsprechtage. Sie sollen für Übersetzungen zugeschaltet werden können. Das System werde nun flächendeckend ausgerollt.

(APA/Red)

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