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Tablets im Unterricht: Pilotprojekt an Wiener Schulen startet

Tablets als Begleiter im Unterricht - in Wien startet ein Probelauf.
Tablets als Begleiter im Unterricht - in Wien startet ein Probelauf. ©dpa/Sujet
An Wiener Volks- und Mittelschulen startet Ende Februar ein großangelegtes Pilotprojekt zum Thema "Tablets im Unterricht": So kommen an sechs Schulstandorten insgesamt 105 Tablets zum Einsatz, lässt der Wiener Stadtschulrat wissen.

Am Donnerstag fiel in der Schule Franklinstraße der Startschuss zu dem Projekt, das insgesamt ein Jahr laufen soll. Die Kosten in Höhe von 100.000 Euro werden von der Stadt Wien/MA56 getragen.

Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger dazu: “Tablets sind eine wertvolle pädagogische Erweiterung im Schulalltag. Digitale Kompetenz ist mittlerweile eine essentielle Kulturtechnik. Je früher die Kinder den Umgang mit der digitalen Welt lernen, desto mehr werden sie davon profitieren.”

Tablets an Schulen: “Digitale Lebenswelt”

“Digitale Medien sind längst Teil unserer Lebenswelt geworden, jetzt geht es uns darum, sie auch pädagogisch sinnvoll in den Schulen einzusetzen”, betonte Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky. “Das Projekt soll die Einsatzmöglichkeiten von Tablets im Unterricht ausloten und gelungene Praxisbeispiele auch für andere Pädagogen zugänglich machen.”

Die Geräte kommen an je zwei Volkschulen, Mittelschulen und Sonderpädagogischen Zentren in ganz Wien zum Einsatz. Die Tablets können nach Bedarf von Lehrern des Schulstandortes entlehnt und im Unterricht eingesetzt werden. Der Einstieg ins Internet erfolgt über WLAN. Projektleiter Wolfgang Gröpel meint: “So sind unter anderem Gruppenarbeiten mit modernen Präsentationsmöglichkeiten, interaktive Lernmodule oder auch mehrsprachige Projekte leicht umzusetzen.”

Einjährige Testphase

Darüber hinaus soll der Einsatz von Tablets eine Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen bieten, so der Stadtschulrat weiters. Beispiele dafür seien “mobile devices”, die ein beeinträchtigtes Kind von Raum zu Raum begleiten, der leichtere Zugang zu Bildungsinhalten oder die Möglichkeit von Sprachsteuerung.

In der einjährigen Projektphase ist auch ein regelmäßiger Kommunikationsaustausch zwischen den Schulen vorgesehen: So sollen eigene Workshops stattfinden, in denen Erfahrungen, Praxisbeispiele, Individualisierungsmöglichkeiten, organisatorische Maßnahmen und technische Möglichkeiten besprochen werden können. Das Projekt wird darüber hinaus begleitend evaluiert, heißt es.

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