Syrisches Kampfflugzeug in Jordanien gelandet

Damaskus hat den Verlust des Kampfflugzeugs bereits gemeldet.
Damaskus hat den Verlust des Kampfflugzeugs bereits gemeldet. ©AP/Symbolbild
Ein syrischer Militärpilot ist mit seinem Kampfflugzeug des Typs MiG-21 ins benachbarte Jordanien desertiert. Nach der Landung auf dem Militärflughafen der nordjordanischen Stadt Mafrak bat er um politisches Asyl. Die Regierung in Amman prüfe das Asylgesuch, sagte der jordanische Informationsminister Samih al-Maajta dem Internet-Portal jordantimes.
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Die syrische Nachrichtenagentur SANA hatte zuvor gemeldet, dass eine ihrer Kampfmaschinen bei einem Übungsflug über dem Süden Syriens vom Radar verschwunden sei. Den Namen des Piloten gaben staatliche syrische Medien mit Oberst Hassan Hamada an. Der TV-Nachrichtensender Al-Arabiya meldete unter Berufung auf den oppositionellen “Syrischen Nationalrat”, der Pilot sei vom Militärflughafen Hilhila in der Provinz Suweida südlich von Damaskus gestartet.

Syrische Regimegegner hatten König Abdullah II. von Jordanien gebeten, die Grenze für syrische Flüchtlinge geöffnet zu lassen. Seit einigen Wochen mehren sich Berichte über Oppositionelle und Flüchtlinge, denen die Einreise nach Jordanien verwehrt wird. Aus der Exil-Opposition heißt es dazu, die jordanischen Behörden, die bisher sehr kooperativ gewesen seien, fürchteten einen destabilisierenden Effekt durch die Ankunft von vielen Gegnern von Präsident Bashar al-Assad. Seit März 2011 sollen mehr als 120.000 Syrer in das Nachbarland geflohen sein. Nur etwa 25.000 von ihnen ließen sich nach Angaben des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) als Flüchtlinge registrieren.

(APA)

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