Syrische Rebellen planen Gegenoffensive in Aleppo

Syrische Rebellen in Aleppo planen nach ihren jüngsten militärischen Rückschlägen eine Gegenoffensive in der Millionenstadt. Er habe seine Kämpfer an der Front neu aufgestellt, sagte Rebellen-Kommandant Abu Jamil am Freitag. Ein Hauptproblem stellten jedoch die Scharfschützen der Armee von Präsident Assad dar.
Kampf um Aleppo tobt weiter


So versuche er seit zwei Tagen vergeblich, einen seiner getöteten Männer aus dem Stadtbezirk Salaheddin zu holen. Bei dem Versuch die Kontrolle über die Wirtschaftsmetropole zurückzuerlangen, hatten Regierungstruppen die Rebellen am Vortag aus einigen Stellungen vertrieben. In der umkämpften Stadt gingen die bewaffneten Auseinandersetzungen am Freitag weiter.

Die syrische Armee schlug unterdessen nach eigenen Angaben einen Angriff der Aufständischen auf den internationalen Flughafen von Aleppo zurück. Die “meisten” der Angreifer seien getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur. Ein Anführer der oppositionellen “Freien Syrischen Armee” bestätigte den Angriff, machte aber keine Angaben zu Einzelheiten.

Nach Oppositionsangaben beschädigte die syrische Armee zudem die berühmte Zitadelle von Aleppo mit einer Mörsergranate. Das zum Weltkulturerbe gehörende Gebäude sei von einem solchen Geschoss getroffen worden, über das niemand in Syrien außer den Regierungstruppen verfüge, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat am Freitag.

Ein kurzes Abflauen der Kämpfe nutzten viele Einwohner Aleppos, um zu fliehen. Seit Beginn des Aufstandes vor 17 Monaten haben nach Angaben der Vereinten Nationen 150.000 offiziell registrierte Flüchtlinge Schutz in der Türkei, Jordanien, im Libanon oder im Irak gesucht. In der Türkei lebten mittlerweile mehr als 50.000 Flüchtlinge – allein in dieser Woche seien 6000 Menschen über die Grenze gekommen.

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