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Syriens Luftwaffe tötete 24 Menschen

Syriens Luftwaffe hat bei massiven Bombenangriffen auf Rebellen mindestens 24 Menschen getötet. Am Mittwoch wurden laut einem Bericht vom Donnerstag in mehreren Regionen insgesamt 113 Luftangriffe geflogen. Zugleich einigten sich die Armee von Machthaber Bashar al-Assad und die Rebellen auf eine Feuerpause für das letzte von Regimegegnern gehaltene Viertel der Stadt Homs.


Unter den Todesopfern der Luftangriffe seien auch sechs Kinder, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Donnerstag. 50 Menschen wurden nach diesen Angaben verletzt. Offenbar nutzte das Regime nach dem Ende eines Wintersturms besseres Wetter, um die Angriffe auf die Rebellen zu intensivieren.

Dagegen gab es in der syrischen Stadt Homs, einen kleinen Hoffnungsschimmer für die leidende Zivilbevölkerung: Dank der Feuerpause erreichte ein UNO-Hilfskonvoi den noch von Rebellen gehaltenen Stadtteil Waer. Die Fahrzeuge brachten Lebensmittel und andere Hilfsgüter in das umkämpfte Viertel. Die Waffenruhe soll nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter zehn Tage dauern. Weitere Gespräche über ein Ende der Kämpfe sollten folgen.

Homs ist nach Damaskus und Aleppo die drittgrößte Stadt Syriens und liegt an einer strategisch wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Sie war seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 lange ein Symbol des Widerstands. Im Mai vergangenen Jahres verließen jedoch die Rebellen nach mehr als 700 Tagen Belagerung die Altstadt von Homs. Waer ist seitdem das letzte Viertel unter Kontrolle von Gegnern des Regimes.

Nach Angaben des UNO-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, starben in dem seit fast vier Jahren andauernden Bürgerkrieg 220.000 Menschen. Auf einer Pressekonferenz in Genf begrüßte er zugleich Russlands Bemühen, Regierung und Opposition in Moskau wieder an einen Tisch zu bringen. Die letzten Gespräche waren vor einem Jahr in Genf gescheitert. Die Opposition lehnt neue Gespräche bisher ab.

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