Syrien-Rebellen verweigern neuem Chef Gefolgschaft

Mehrere Kommandanten der Freien Syrischen Armee (FSA) haben dem neuen Generalstabschef der Rebellentruppe ihre Gefolgschaft verweigert. Der FSA-Militärrat mit Sitz in der Türkei habe die Absetzung des alten Generalstabschefs, General Salim Idriss, eigenmächtig getroffen. "Wir erkennen sie nicht an", heißt es in einer Videobotschaft, die am Dienstag im Internet veröffentlicht wurde.


Der Militärrat hatte am Sonntag mitgeteilt, Idriss werde durch Abdel Illah al-Baschir, einen Kommandanten aus der Provinz Al-Kuneitra, ersetzt. Die FSA tauschte auch den Stellvertreter von Idriss aus. Wie aus Oppositionskreisen in Istanbul verlautete, ging die Absetzung von Idriss auf Meinungsverschiedenheiten mit dem Verteidigungsminister der selbsternannten Oppositionsregierung, Asaad Mustafa, zurück.

Außerdem hatte es Streit um die Zuteilung von Waffenlieferungen an bestimmte Brigaden durch General Idriss gegeben. Die FSA war im Sommer 2011 – wenige Monate nach dem Beginn des Aufstandes gegen Präsident Bashar al-Assad – von desertierten Offizieren gegründet worden.

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