Symphoniker: Jordan folgt Luisi als Chefdirigent

Der neue Maestro in Aktion
Der neue Maestro in Aktion ©PhilippeJordan.com
Der 36-jährige Philippe Jordan wird der neue Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Der Schweizer folgt damit in der Saison 2014/15 Fabio Luisi nach.

Diese zuletzt allgemein erwartete Personalentscheidung für das Orchester gaben am Mittwochabend Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S), Symphoniker-Präsident Rudolf Streicher und Geschäftsführer Johannes Neubert in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Jordan im Rathaus bekannt. Wien. Fabio Luisis Vertrag läuft bereits 2012/13 aus. Der Italiener tritt in der kommenden Spielzeit die Stelle als leitender Dirigent der New Yorker Met an.

Symphoniker für eine Saison ohne Chefdirigent

Die Symphoniker werden mithin in der Saison 2013/14 ohne Chefdirigent auskommen müssen – im internationalen Orchesterbetrieb wegen der langen Planungsfristen ein nicht unübliches Interregnum. Allerdings wird Luisi in der betreffenden Saison weiterhin als Gastdirigent für die Wiener Symphoniker zur Verfügung stehen.

Fünfjahresvertrag mit den Symphonikern

Philippe Jordans Vertrag bei den Symphonikern wird ab der Saison 2014/15 für fünf Jahre laufen, wobei der Jungmaestro seine Position als Musikdirektor der Pariser Oper weiterhin ausfüllen wird. “Ich werde natürlich weiterhin hauptsächlich in Paris an der Oper als Musikdirektor tätig sein”, so Jordan. Er werde seine Gastdirigententätigkeit jedoch so weit wie möglich einschränken, um in Wien vor Ort die nötige Präsenz zu gewährleisten.In einer ersten Reaktion sagte Jordan, die Entscheidung des Orchesters im Frühjahr, ihn zum neuen Chefdirigenten vorzuschlagen, habe ihn jedenfalls “gerührt”, zumal ihn mit den Symphonikern eine ausgezeichnete Partnerschaft verbinde: “Ich konnte eine musikalische Komplizenschaft mit dem Orchester herstellen.” Und für ihn sei immer klar gewesen, dass er keine Stelle annehmen würde, wenn er sich bei einem Orchester nicht wohlfühle.

Jordan sieht sich dabei vornehmlich als Konzertdirigent des Klangkörpers. Es werde ihm schwerfallen, andernorts Oper zu machen als in Paris, erteilte der Maestro Ideen eine Absage,  im Theater an der Wien oder in Bregenz tätig zu werden. Aber “das eine oder andere Projekt” mit den Symphonikern werde man natürlich gegebenenfalls eruieren.

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