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Suizidprävention in Wien: Telefonseelsorge setzt auf Online-Beratung

Die Wiener Telefonseelsorge setzt auch auf Online-Beratung zur Suizidprävention
Die Wiener Telefonseelsorge setzt auch auf Online-Beratung zur Suizidprävention ©Telefonseelsorge
Die Wiener Telefonseelsorge ist unter der Telefonnummer 142 rund um die Uhr erreichbar, wenn sich Menschen ihre Probleme von der Seele sprechen wollen. Ein großes Anliegen hinter dem Angebot ist Suizidprävention. Da das Schreiben über Selbstmordgedanken allerdings vielfach leichter fällt, als darüber zu sprechen, gibt es auch die Möglichkeit zur Online-Beratung. Der prominenteste Unterstützer der Telefonseelsorge ist Bestseller-Autor Daniel Glattauer.
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Mehr als 1.000 Menschen nehmen sich in Österreich pro Jahr das Leben. Damit es in Krisenfällen nicht soweit kommt, setzt die Wiener Telefonseelsorge verstärkt auf Online-Beratung. Denn viele Personen würden leichter über ihre Selbstmordgedanken schreiben als sprechen, sagte Marlies Matejka, Leiterin der Hilfseinrichtung, am Dienstag in einer Pressekonferenz anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September.

Daniel Glattauer unterstützt Suizidprävention

Als prominenten Unterstützer konnte die Telefonseelsorge den heimischen Erfolgsautor Daniel Glattauer gewinnen. Die Beratungsstelle ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für Menschen in Krisensituationen telefonisch unter 142 erreichbar. Die Probleme reichen von Einsamkeit über Armut bis hin zu Schwierigkeiten in der Beziehung. Laut Matejka werden in der Wiener Telefonseelsorge von insgesamt 140 ehrenamtlichen Mitarbeitern rund 30.000 Telefonate durchgeführt. In 400 Gesprächen – also etwas über einem Prozent – sagten die Anrufer, sie hätten daran gedacht, ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Bei der Online-Beratung liegt dieser Prozentsatz deutlich höher: In 90 von rund 850 jährlichen Mails – und damit in mehr als zehn Prozent – sei Suizid ein Thema gewesen. Die Telefonseelsorge verspricht, dass Mails innerhalb von 48 Stunden beantwortet werden. Wichtig sei, den Betroffenen keine Botschaft wie “Daran darfst Du gar nicht denken” zu vermitteln, sondern ihnen ihre Gedanken zuzugestehen, wurde betont.

Über die Online-Beratung der Telefonseelsorge

Ebenfalls Erfahrung mit Hilfestellungen via Mail hat Erfolgsautor Daniel Glattauer (“Gut gegen Nordwind”) gemacht. Er sei gerade dabei, eine fünfsemestrige Ausbildung als Lebens- und Sozialberater abzuschließen, berichtete er heute. Im Zuge dessen hat Glattauer auch ein Praktikum in der Online-Beratung der Telefonseelsorge absolviert. Diese sei “ganz wichtig, weil für viele das geschriebene Wort erleichternder ist und Gedanken besser formuliert werden können als beim Sprechen”, so der bekennende “Anti-Telefonierer”: “Man traut sich mehr.” Es sei wichtig, dass in schwierigen Situationen jemand da sei.

Bei seiner Bekanntheit werde er keine eigene Beraterkanzlei aufmachen. Aber anonyme Hilfestellungen oder Schreibwerkstätten mit beratendem Charakter könne er sich durchaus vorstellen, so Glattauer. Er habe außerdem bereits die Idee für ein Theaterstück, “die mit dem Thema Beratung zu tun hat,” so der prominente Unterstützer der Telefonseelsorge.

(apa/red)

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